«Tango ist heute eher im FIT-Bereich im Einsatz» (Ausgabe 2015-22)

Marcel Bürgin äussert sich zur Zusammenlegung der Indian-Ocean-Teams und dazu, wie dieser Schritt in die Gesamtstrategie von Kuoni Schweiz passt.

Vor einem Jahr wurden ja die neuen Kompetenzzentren Indischer Ozean und Asien geschaffen. Die Teams des Indischen Ozeans werden aber erst jetzt zusammengelegt. Wie war der Status in den letzten zwölf Monaten?

In den letzten zwölf Monaten wurden im Kompetenzzentrum Indischer Ozean die Reiseangebote für die Marken Kuoni und Manta Reisen in Teamgruppen unter der Leitung von Andreas Zgraggen produziert. Neu werden bei Kuoni Schweiz die Produkte für den Indischen Ozean unter einer Marke (Manta Reisen) angeboten. Deshalb wurden die Teams nun entsprechend zusammengelegt bzw. neu nach verschiedenen Zielgebieten aufgeteilt. 

Wie ist der aktuelle Status im Kompetenzzentrum Asien – gibt es dort weiterhin zwei Teams?

Asienreisen werden bei Kuoni Schweiz nach wie vor unter zwei Marken angeboten – Kuoni und Asia365. Die entsprechenden Teams gehören zum Kompetenzzentrum Asien unter der Leitung von Ruth Landolt. 

Ist eine solche Bündelung, wie sie nun im Bereich Indischer Ozean geschieht, auch in anderen Regionen geplant, z. B. bei Asien oder Zentral-/Südamerika?

Dies ist aktuell nicht geplant. 

Weshalb macht es gerade beim Indischen Ozean Sinn und bei den anderen Regionen nicht?

Im Bereich Indischer Ozean haben wir einen sehr grossen Anteil an sich überschneidenden Produkten. Es macht deshalb Sinn, die beiden Produktionen über ein einziges Touroperator-System zu betreiben, nämlich Da Vinci. Dies ist effizienter und macht es auch unseren Vertriebspartnern viel einfacher. Zudem wird mit der neuen Organisation klar in ein noch vertiefteres Mitarbeiter-Know-how investiert.

Wieso hat man sich für Da Vinci entschieden und nicht für das neue Tango?

Gerade bei den Malediven ist der Anteil an Pauschalbuchungen in Verbindung mit Charterplätzen dominant. Einzelne Leistungen werden weniger verkauft. Tango ist heute jedoch eher im FIT-Bereich im Einsatz.

Wird es denn darauf hinauslaufen, dass weitere Destinationen komplett auf Da Vinci migrieren?

Nein, aber Da Vinci ist das am meisten genutzte System bei den Kuoni-Spezialisten. Kontiki, Dorado und Cotravel arbeiten mit anderen Systemen. Es gibt derzeit keine Anstrengungen, dies zu ändern.

Die Bündelung im Indischen Ozean bedeutet eine Verschiebung des Fokus vom Kuoni-TO hin zu den Spezialisten-Töchtern. Ist dies auch ein strategischer Schritt im Hinblick auf den bevorstehenden Verkauf?

Die Strategie von Kuoni Schweiz, sich auf die Zielgebiete zu konzentrieren, ist nicht neu. So haben wir auch bereits Afrika und Südamerika erfolgreich in Kompetenzzentren umgewandelt. Mit dem bevorstehenden Verkauf hat dies also nichts zu tun.

SJ