TUI Suisse steigert Gewinn um 32% auf 7,7 Millionen Franken (Ausgabe 2007-51)

TUI Travel legt das erste Proforma-Ergebnis für das Geschäftsjahr 2006/07 vor. Die operative Marge von TUI Suisse sank darin auf 1,5%.

Im Rahmen der ersten Bilanzpressekonferenz der TUI Travel plc –
hervorgegangen aus der Fusion der Tourismussparte der TUI AG und des
Reisekonzerns Frist Choice – legte Europas grösster Reisekonzern ein
Proforma-Ergebnis für die neue Periode vom 1. Oktober 2006 bis 30.
September 2007 vor.

Dabei wurden in London auch Daten für den Markt Schweiz bzw. TUI Suisse
präsentiert: Die Zahl der Passagiere wuchs im Vorjahresvergleich um 13%
auf 319000 – dies sind 2,8% der Kunden von TUI Travel aus den
deutschsprachigen Ländern.

Erstmals gibt es auch detaillierte Finanzergebnisse für den Bereich
Switzerland innerhalb der Division Central Europe von TUI Travel: Im
Geschäftsjahr 2006/07 kletterte der Ertrag um 46% in die Höhe, wobei
der durchschnittliche Ertrag pro Passagier um 29% gesteigert werden
konnte. Den «underlying operating profit» für die Schweiz gibt das
Mutterhaus mit 3,3 Millionen Pfund (7,7 Millionen Franken) an.

Dieser Gewinn, hierzulande mit dem EBITA vergleichbar, liegt somit 32%
über dem Wert für das «imaginäre» Geschäftsjahr 2005/06, für das ein
EBITA von 2,5 Millionen Pfund (5,8 Millionen Franken) berechnet worden
ist. Die operative Marge von TUI Suisse sank trotzdem um 0,2
Prozentpunkte von 1,7% auf 1,5%.

Das erste Geschäftsjahr 2006/07 schloss TUI Travel «proforma»
folgendermassen ab: Der Gewinn erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 5%
auf 287 Millionen Pfund (663 Millionen Franken), der Umsatz stieg
ebenfalls um 5% auf 12,8 Milliarden Pfund (29,6 Milliarden Franken).

Durch die Veränderung der Bilanzierungszeiträume der fusionierten
Firmen fällt der Profit (EBITA) um 30 Millionen Pfund (69 Millionen
Franken) tiefer aus, weil das schwache vierte Quartal 2006 der
Tourismussparte der TUI AG nach eigenen Angaben eingerechnet ist.
Die TUI Travel plc ist aus der Fusion der Tourismussparte der deutschen
TUI AG und des englischen Reisekonzerns First Choice entstanden, die
offiziell per 3. September vollzogen worden ist.

Neu dauert das touristische Geschäftsjahr dieser TUI Travel, zu der
auch die TUI Suisse gehört, vom 1. Oktober bis 30. September. Um eine
Vergleichbarkeit der Zahlen für das erste Geschäftsjahr herzustellen,
wurde auch für die Vorjahresperiode eine imaginäre Fusion berechnet.
Denn davor dauerten die Geschäftsjahre von Frist Choice bis 31. Oktober
bzw. der TUI AG bis 31. Dezember. Ebenso hat TUI Suisse ihr
touristisches Geschäftsjahr angepasst.

Norman C. Bandi

TUI Suisse liegt bis 61% voraus

Nebst dem Rückblick auf das Geschäftsjahr 2006/07 gab es von TUI
Travel auch einen Ausblick. Daraus lässt sich ersehen, dass TUI Suisse
im konzerninternen Vergleich mit überproportional hohen Wachstumsraten
glänzen kann. Für den Winter 2007/08 liegt TUI Suisse beim Verkauf 22%
im Plus bzw. bei den Kunden 21% im Plus; für den Sommer 2008 beträgt
die Steigerungsrate beim Verkauf bzw. bei den Kunden jeweils 61%. Diese
Werte gelten per
2. Dezember im Vorjahresvergleich.