Tunesien flop, Bulgarien top – sagt Holidaycheck (Ausgabe 2016-12)

Das Bewertungsportal präsentiert seinen «Urlaubsmonitor» und will die Buchungsfunktion vorantreiben.

Mit bis zu 25 Millionen Visits pro Monat ist Holidaycheck eines der Top-3-Reiseportale im deutschsprachigen Markt. Wenn das Unternehmen mit Sitz im thurgauischen Bottighofen seine Daten auswertet und dies mit einer Umfrage unter 3000 Nutzern ergänzt, kann man also von einer gewissen Repräsentativität sprechen. In seinem «Urlaubsmonitor» ist das Portal der Frage nachgegangen, wie sich die geopolitische Lage aufs Buchungsverhalten auswirkt.

Das Verdikt ist klar: In der Frühbuchersaison haben die Tunesienbuchungen um 47% abgenommen, diejenigen nach Ägypten um 35%. Die Türkei hingegen musste nur um 5% zurückstecken. Die Gewinner sind Bulgarien (+20%), Spanien (+16%) und Portugal (+11%), aber auch die Arabischen Emirate (+25%). Als absolute Newcomers weist Holidaycheck Montenegro, Tansania und Oman aus. «In unseren Call Centern stellen wir auch fest, dass sich die Kunden sehr stark über alternative Ziele informieren», sagt Content-Chef Georg Ziegler im Gespräch mit TI. Ebenfalls spannend: «In den kriselnden Destinationen können die Hotels mit den besten Bewertungen ihr Buchungsvolumen halten oder sogar steigern.» Tunesien etwa steht ganz zuoberst, wenn es darum geht, die Verbesserung der Hotelqualität im letzten Jahr zu bewerten.

Das Portal balanciert auch weiterhin auf dem schmalen Grat zwischen Bewertungs- und Buchungsportal. Direkte Buchungen bei den Hotels sind via Website noch nicht möglich, «aber eine solche Lösung befindet sich in der Testphase», so Ziegler. Es sei auch ein Ziel von Holidaycheck, diese Kombination von Bewertung und Buchung voranzutreiben und den Nutzern aufzuzeigen. «In erster Linie assoziieren uns die Leute aber nicht mit einer OTA, sondern mit Bewertungen. Und das ist auch gut so.»

SJ