«Unser Credo ist: Zurück zum Kerngeschäft» (Ausgabe 2014-30)

Koni Iten wurde nach sieben Monaten als Interims-CEO der Hotelplan-Tochter Interhome letzte Woche als CEO bestätigt. Gegenüber TRAVEL INSIDE legt er den Stand der Dinge in Sachen Interhome und Hotelplan-IT offen.

Herr Iten, Sie übernehmen den CEO-Posten bei Interhome definitiv. War das die grössere Herausforderung als der CIO-Posten bei Hotelplan?

Während der letzten Jahre habe ich bei der Hotelplan Group die Informatik reorganisiert und ein neues Führungsteam zusammengestellt. Mit der Einführung der Hub&Player-Technologie wurde Hotelplan auch zum dynamischen Veranstalter. Hotelplan und die IT sind nun bestens für die Zukunft gerüstet. Das Team funktioniert, die Systeme sind stabil und grössere Anpassungen sind gegenwärtig nicht notwendig. So sind wir zum Schluss gekommen, dass ich bei Interhome mehr bewirken kann und deshalb den CEO-Posten definitiv übernehme.

Was sind die wichtigsten nächsten Ziele mit Interhome?

Unser Credo ist: Weniger Komplexität, zurück zum Kerngeschäft. Wir wollen wieder an die früheren, erfolgreichen Jahre von Interhome anknüpfen und uns als eines der wichtigen Standbeine innerhalb der Hotelplan-Gruppe etablieren. Zusammen mit Inter Chalet, welche seit letztem November eine 100%-Hotelplan-Tochter ist, möchten wir unsere Bedeutung im europäischen Ferienwohnungsmarkt weiter ausbauen. 

Sie bleiben bis zu einer Nachfolge-regelung noch CIO von Hotelplan. Was sind die brennenden IT-Themen?

Einerseits sind es reine IT-Themen wie die gruppenweite Harmonisierung der IT-Systeme, die Sicherstellung der notwendigen Performance und Verfügbarkeit sowie die Optimierung der eingesetzten Mittel. Anderseits stehen Erweiterungen an, die den verschiedenen Geschäftseinheiten helfen sollen, mehr Umsatz oder eine bessere Marge zu erzielen. Ganz wichtig wird sein, dass die IT von Hotelplan die richtigen Prioritäten setzt. Geschäfts-Relevanz steht klar über der Technik-Eleganz!

Wie haben sich die im März vorgenommenen organisatorischen Neuordnungen bei Interhome auf das Geschäft ausgewirkt? Kam es dabei auch zu personellen Wechseln?

Der erste Schritt war die Verschlankung der Geschäftsleitung von sechs auf vier Mitglieder und die Zusammenführung der Einheiten Operations und Einkauf sowie B2B und B2C. Innerhalb der Abteilungen wurden einige Arbeitsbereiche neu organisiert und Verantwortlichkeiten angepasst. Wie immer bei Restrukturierungen kam es zu personellen Wechseln. Trotzdem gab es nur ein paar wenige Kündigungen. Die Verantwortlichkeiten sind nun klar geregelt und die organisatorischen Hürden überwunden. Erfreulicherweise können bereits erste Erfolge verzeichnet werden, so dass wir unser ambitiöses finanzielles Ziel erreichen sollten. 

Am 1. Juli startete das «E-Business Competence Center» von Hotelplan und Interhome. Welches sind dort die Prioritäten?

Die verschiedenen Entwicklungen in Zusammenhang mit dem Internet werden sich künftig noch verstärken. Themen wie Online-Transformation und Mobilität, Internet of Things, Big Data und Social Media werden das Geschäft und die Informatik weiter stark beschäftigen. Unser Ziel ist, die über Jahre bei Interhome aufgebaute Fachkompetenz übergeordnet noch besser zu nutzen.

JCR