Walter Güntensperger lanciert Active Travel (Ausgabe 2008-13)

Der ehemalige CEO Hotelplan Schweiz gründet eine neue Firma für Aktiv-Reisen.

Walter Güntensperger gründet mit der Active Travel Service AG eine neue
Firma, welche als Muttergesellschaft von Bicycle Holidays Max Hürzeler
fungiert und – gemeinsam mit dem Tochterunternehmen – an der Seestrasse
96 in Uster sitzt. Güntensperger ist der Mehrheitseigner beider Firmen.

Radsportferien sollen laut Güntensperger weiterhin unter diesem Brand
Bicycle Holidays Max Hürzeler angeboten werden. Darüber hinaus gehende
touristische Aktivitäten werden über die neue Active Travel Service AG
angeboten. «Wir sind ein regionaler Retailer und werden unsere
Kundschaft hauptsächlich aus unserer Stammkundschaft des Velogeschäfts
rekrutieren. Die Ferienbedürfnisse dieser Kunden wollen wir verstärkt
abdecken», sagt Güntensperger.  Die Produkte sollen ein möglichst
breites Publikum anziehen, das reiche von Aktivferien wie Wandern und
Trekking über Wellness bis hin zu Rundreisen.

güntenspergEr kann sich aber  auch vorstellen, etwas extremere
Produkte anzubieten, als Retailer sei das ja kein Problem. Active
Travel Service arbeitet nicht mit einem Exklusiv-Partner zusammen,
sondern kooperiert mit allen Veranstaltern und ausgewiesenen
Spezialisten. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, auf eine vielseitige
Produktpalette zugreifen zu können.

Das Unternehmen ist derzeit noch vollumfänglich mit dem
Veloferiengeschäft absorbiert, denn laut Güntensperger werden in
Spanien jährlich rund 25000 Gäste von Bicycle Holidays Max Hürzeler
betreut: «Die Mehrheit der Kunden kommt via Veranstalter zu uns. In der
Schweiz ist Hotelplan unser Exklusiv-Vertriebspartner. Auf unseren
selbstveranstalteten Radrundfahrten in China, Thailand, Europa, Kanada,
USA, Kuba usw. nehmen jährlich einige Hundert Gäste teil.»

Das Geschäft von Active Travel Service läuft zwar bereits, da aber noch
nichts kommuniziert wurde, kommen die Buchungen vorerst aus den Reihen
der Stammkunden sowie ihrer Freunde und Familien. «Zukünftig werden wir
uns auch intensiver mit der Marktkommunikation unserer weiteren
Dienstleistungen beschäftigen und unsere Inserierungen nicht nur auf
das Schweizerische Handelsamtsblatt beschränken», so Güntensperger.
Der Verkauf der Produkte soll hauptsächlich über elektronische Verkaufskanäle laufen.

Personelle Veränderungen sieht Güntensperger zurzeit noch keine:
«Momentan sind wie noch zu dritt, sollte es erforderlich sein, wäre
selbstverständlich ein Ausbau möglich. Zuerst möchten wir aber unser
Geschäftsmodell testen und schauen, wie erfolgreich wir damit sind.»

Simon Benz