Nachdem sich der Schweizerische Reisebüro-Verband (SRV) und die Regionen auf die neuen Strukturen mit integrierten Regionen geeinigt haben, muss sich jede Vereinigung über ihre Zukunft klar werden: auflösen oder als «Freundschaftsverein» unter neuem Namen weiterbestehen. Obwohl dieser Entscheid definitiv erst in den jeweiligen Generalversammlungen (GV) zwischen November 2007 und Juni 2008 fallen wird, haben die Vorstände teilweise bereits eine klare Vorstellung.
Der Vorstand der Vereinigung Zürcher Reisebüros (VZR) ist für eine Auflösung. VZR-Präsident Kurt Eberhard: «Der VZR-Vorstand möchte einen klaren Schlussstrich ziehen. Ungefähr die Hälfte unseres Vermögens möchten wir für eine grössere Abschlussveranstaltung im In- oder Ausland einsetzen. Den Rest sollten wir zweckgebunden für Projekte, beispielsweise Ausbildung oder Get-together in der neuen Region 4, an den SRV überweisen.»
In der Zentralschweiz (ZSRV) fand noch keine Vorstandssitzung statt, die persönliche Meinung von Präsident Roland Walker deckt sich aber mit dem Plan der VZR.
In eine ganz andere Richtung dürfte die Basler Reisebüro-Vereinigung (BRV) gehen. BRV-Präsident Christian Cabane: «Ich persönlich sehe es eher so, dass die BRV weiter bestehen sollte allerdings ganz klar unter einem anderen Namen. Das Vereinskapital sollte dem Verein weiterhin für lokale Schulungen und Branchenevents zur Verfügung stehen.»
Offen ist das Vorgehen in Bern/Solothurn (RVBS). Heinz Gabi, RVBS-Präsident, meint: «Ich möchte mich juristisch beraten lassen und die rechtlichen Konsequenzen kennen, erst dann werde ich unseren Mitgliedern ein Vorgehen vorschlagen.»
Chris Probst
Der weitere Zeitplan
25. November 2007
SRV-GV in Kairo; Anpassung der Statuten und Genehmigung des Ausbildungs-Finanzierungsvorschlags.
Nov. 2007 Juni 2008
GV in den bisherigen regionalen Vereinigungen; definitive Abstimmung über die neuen Strukturen bzw. Integration der Regionalverbände in den SRV;Entscheid über die Auflösung oder Transformation in einen «Freundschaftsverein».
September 2008
Die Lehrlingsausbildung ist in Händen des SRV.
bis Oktober 2008
Die zukünftigen Regionen 1 bis 6 wählen ihren Vorstand und ihren Delegierten in die Regionalkonferenz. Der Ablauf dieser Wahlen muss noch im Detail definiert werden.
Oktober 2008
GV des SRV; Wahl der drei Vertreter der Regionen in den SRV-Vorstand.
1. Januar 2009
Die neuen Verbandsstrukturen und die sechs Regionen sind Realität.
Einheitlicher Mitgliederbeitrag
In den neuen SRV-Strukturen gibt es nur noch eine Mitgliedschaft und nicht wie bisher zwei eine Mitgliedschaft in der regionalen Vereinigung und eine SRV-Mitgliedschaft. Die bisherigen SRV-Mitgliederbeiträge (abgestuft nach Anzahl Personaleinheiten und Filialen) bleiben vorläufig bestehen.
Neu dazu kommt ein einheitlicher Betrag von CHF 400, welcher den bisherigen, sehr unterschiedlichen Beitrag in den Regionen ersetzt.
CHF 350 dieses Betrags werden für die Ausbildung eingesetzt, CHF 50 sind für die Regionen
bestimmt (zum Beispiel Veranstaltungen wie ein Get-together), wobei der Präsident jeder Region die Budgetkompetenz hat. Einheitlich wird auch das Kursgeld mit CHF 700 pro Lehrling sein.
CP



