In schwung- und humorvoller Art erfolgte letzte Woche die vorletzte
Generalversammlung der Zentralschweizer Reisebüro-Vereinigung (ZRV) in
Hünenberg. Vorletzte deshalb, weil nun auch noch formell und
einstimmig beschlossen wurde, die neue Verbandsstruktur anzunehmen,
sprich den ZRV per Ende Jahr aufzulösen und in die neue Region 4 des
SRV einzubringen.
ZRV-Präsident Roland Walker hatte sich davor nochmals eingehend bei den
26 anwesenden Mitgliedern (von total 64) dafür eingesetzt, dass die 13
Regionalverbände in der einheitlichen SRV-Struktur aufgehen: «Es ist,
wie die aktuelle Diskussion um die Swiss-Vorzugspreise klar zeigt,
äusserst wichtig, einen starken zentralen Verband zu haben. In dieser
Sache, aber auch beispielsweise für die Werbekampagne, erhält der SRV
mit der neuen Struktur mehr Durchschlagskraft und kürzere
Entscheidungswege.» Die «Auflösungs-GV» des ZRV ist auf den 24. Oktober
anberaumt.
Das Vereinsvermögen wird einerseits für eine «lässige» Abschluss-GV
verwendet, andererseits wird «ein stattlicher Betrag» zweckgebunden für
die Lehrlingsausbildung in der Zentralschweiz dem SRV überreicht mit
dem Hintergedanken, dass die Beiträge für die Lehrlingsausbildung in
den kommenden Jahren nicht steigen. Wie Kassier Claudia Bernet
darlegte, ist die Lehrlingsausbildung nämlich inzwischen zu einer
massiven finanziellen Belastung für die Regionalverbände geworden, mit
einem einkalkulierten Minus von über CHF 31000 im aktuellen Budget.
Der Ausbildungs-Beauftragte Peter Aeberhard durfte mitteilen, dass
sämtliche Lehrlinge die LAP bestanden haben. Mehr noch: Er stellte sich
als Einziger für eine mögliche Wahl als Regionenvertreter im
SRV-Vorstand zu Verfügung, was ihm spontanen Applaus einbrachte.
Die einzige offene Frage ist, was mit den 15 TTW-Aktien (Nominalwert
1000 Franken je Aktie) geschieht. «Über die Modalität von Aktienverkauf
und Aktienkauf entscheidet der SRV Ende Monat», erklärte dazu
Walker.
JCR
