Schweiz Tourismus prognostiziert weiteres Wachstum

Unter anderem soll das Meeting-Potenzial besser erschlossen werden.

Im vergangenen Jahr haben die Hotellogiernächte um insgesamt 2,5% auf 35,6 Mio. Übernachtungen zugelegt (Schweizer Gäste +1,3%, ausländische Gäste +3,5%). Doch die Hotellogiernächte von Gästen aus Europa sind seit dem Einsetzen der Auswirkungen der Frankenstärke 2010 um 13% zurückgegangen. Die verloren gegangenen europäischen Gäste, vor allem aus Deutschland, will Schweiz Tourismus zurückgewinnen. Dabei konzentrieren sich die geplanten Aktivitäten auf jenes Segment, das für Schweizferien besonders affin ist: regelmässige Kunden, die bereits zwei bis fünf Mal in der Schweiz Ferien verbracht haben. Diese machen innerhalb aller europäischen Gäste etwa ein Drittel aus. Besonders Augenmerk gilt dabei Deutschland, das als wichtigsten Auslandsmarkt allein 45% der Hotelübernachtungen aus Europa generiert. Im Zentrum der zwei Jahre andauernden Zusatzkampagne stehen Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Hessen.

Im Fokus für ein weiteres Wachstum steht das Segment der Individualreisen. Ziel ist es, die Aufenthaltsdauer der Gäste zu verlängern sowie die Gästeströme breiter zu verteilen. Ausserdem soll das Meeting-Potenzial für Kongresse und Incentive-Reisen besser erschlossen werden. So wurde unter anderem die aktuelle MICE-Broschüre «Meetings» gemäss dem geschärften Premium-Markenauftritt von Schweiz Tourismus gestaltet.

Aber auch die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) bleiben für Schweiz Tourismus wichtige Wachstumsmärkte. Bereits heute stammt jeder neunte Gast aus diesen Ländern. Oxford Economics prognostiziert bis 2018 ein deutliches Wachstum der Auslandsreiseausgaben. So sagt Oxford Economics +102,5% für China (inkl. Hongkong) voraus, für Indien +67,1%, für Russland +40,8% und für Brasilien +36,5%.