Atout France positioniert die Schweiz als prioritären Markt

Im Lausanne Palace hat der traditionelle Frankreich-Workshop stattgefunden, der in diesem Jahr rund 20 Partner um Atout France, die Agentur für Tourismusentwicklung des Landes, versammelte.
Die Partner des Workshops Frankreich umringt von Clotilde Baville (stellvertretende Direktorin von Atout France in der Schweiz, rechts) und Emmanuelle Meyer (B2B & Event Managerin von Atout France, links). ©TRAVEL INSIDE

Frankreich befindet sich im Aufwind und hat im vergangenen Jahr seinen Platz als weltweit führendes Reiseziel gefestigt. Die Zahlen sprechen für sich: Mit 100 Millionen Ankünften und 71 Milliarden Euro Einnahmen (plus 12%) hat das Land die vor 15 Jahren gesteckten, äusserst ehrgeizigen Ziele für 2024 erreicht.

«Der Effekt der Olympischen und Paralympischen Spiele hat die Sommersaison mit rund 11,2 Millionen Ankünften im Sommer (plus 13%) und wirtschaftlichen Auswirkungen von schätzungsweise 6,9 bis 11 Milliarden Euro wirklich geprägt», betonte Clotilde Baville, stellvertretende Direktorin von Atout France für die Schweiz, in ihrer Begrüssungsansprache.

Obwohl die Schweiz klein ist, hat sie durch ihre Ergebnisse die starken Bindungen bestätigt, die die beiden Länder seit Jahrzehnten verbinden. «Die Schweiz generierte 7,8 Millionen Besucher und erzielte damit einen Zuwachs von 10% im Jahresvergleich. Wie andere wichtige Quellmärkte zeigte auch die Schweiz grosses Interesse an den Olympischen Spiele in Paris. Und bei den Tourismusausgaben bleibt sie die Nummer eins», so Baville.

Die wichtigen Ereignisse im Jahr 2025

Die Beliebtheit Frankreichs in der Schweiz habe mehrere Gründe: historische Freundschaften, eine sehr gute Erreichbarkeit und ein stetiger Ausbau der Bahn- und Flugverbindungen. Atout France, das eng mit TGV Lyria zusammenarbeitet, wies auch auf die Erweiterung des Flugangebots von Zürich hin, wo diesen Sommer neue Flüge nach Calvi und Montpellier eingeführt wurden.

Für Atout France wird es in diesem Jahr darum gehen, auf der Dynamik des Jahres 2024 aufzubauen. Neben der Wiedereröffnung von Notre-Dame de Paris, die eine Schlüsselrolle für die Hauptstadt spielen wird, stehen mehrere wichtige Ereignisse auf der Agenda des Landes: das 150-jährige Jubiläum der Opéra Garnier in Paris und das Cézanne-Jahr in der Provence sind nur einige davon.

In Aix-en-Provence wird Paul Cézanne mit einer Reihe von Veranstaltungen gefeiert, die sein Erbe wieder zum Leben erwecken. Die grosse Ausstellung im Musée Granet mit unumgänglichen Werken wie ‘Die Kartenspieler’, die schrittweise Wiedereröffnung der Bastide Jas de Bouffan und viele andere Veranstaltungen werden die Besucher dazu einladen, die Orte zu entdecken, die sein Leben und sein Werk geprägt haben.

Ein neuartiger Rundgang durch die Stätten Cézanniens und ein Eintauchen in die wiedergefundenen Schätze des Familienhauses werden die tiefe Verbindung zwischen dem Künstler und seiner Geburtsstadt verdeutlichen.

Nachhaltigkeit und Slow Travel 

Um die aktuelle Attraktivität von Nachhaltigkeit und Slow Travel für Touristen zu unterstützen, wird Atout France in diesem Jahr in der Schweiz den Schwerpunkt auf Wandern und Fahrradtourismus legen, die sanfte Mobilität fördern und sein Angebot in den Alpen durch einen ‘Bergplan 2025’ in den Vordergrund stellen.

«Mehr denn je positionieren wir die Schweiz als prioritären Markt. Das Entwicklungspotenzial wurde klar identifiziert, insbesondere auf dem deutschsprachigen Markt, der geografisch weniger nahe liegt», warf Clotilde Baville ein.

Vor der traditionellen Tischrunde konnten sich die rund 30 Fachbesucher in einem Vortrag von Roland Schegg, Professor am Institut für Tourismus der HES – SO Wallis, ein eigenes Bild von den Auswirkungen sozialer Netzwerke und ihrer effizientesten Nutzung machen.

Die Partner des Frankreich Workshops:

  • Elsass
  • Compagnie des Alpes
  • Dimension Sud
  • Bretagne
  • Hotels C-Suites
  • Fragonard
  • Hauts de France
  • Hennessy (Cognac)
  • Lascaux
  • Montpellier
  • Mulhouse
  • Nouvelle-Aquitaine
  • Occitanie
  • Poitiers
  • Puy du Fou
  • Sarlat Périgord Noir
  • Hotelgruppe Sogeho
  • Strasbourg
  • Uzès

(TI)