Kreuzfahrtgesellschaften alarmiert: neue Regeln und Umroutungen

Gästen, die in den letzten 14 Tagen in China waren, wird eine Kreuzfahrt untersagt.

Die Angst vor dem Corona-Virus geht um. Costa Cruises hat daher entschieden, keine Gäste mehr an Bord  zu lassen, die in den letzten 14 Tagen in China waren. Genau gleich handhabt es Aida Cruises. Bei MSC Cruises beträgt die Frist gar 30 Tage, zudem werden bei allen Gästen und der Crew vor der Einschiffung bei jeder Kreuzfahrt weltweit Wärmescans durchgeführt. Personen mit Anzeichen oder Symptomen von Krankheiten wie Fieber über 38 Grad Celsius, Schüttelfrost, Husten oder Atembeschwerden werden von der Einschiffung ausgeschlossen. Auch bei Norwegian Cruise Line beträgt die Frist 30 Tage, ausgeschlossen von dieser Regelung sind Hongkong, Macau und Taiwan. Kosten für aus diesem Grund abgesagte Reisen werde die Kreuzfahrtgesellschaft erstatten. Ausserdem gab NCL bekannt, beim Boarding in Hongkong mit Infrarot-Thermometern die Gesichtstemperatur der Gäste zu messen. Kreuzfahrtgäste, deren Körpertemperatur 38 Grad Celsius oder höher betrage, würden nicht mehr an Bord lassen.

Umrouting für die MSC Splendida

MSC Cruises ändert das Routing für die MSC Splendida, die statt in Shanghai neu in Singapur ablegt. Dies sei eine reine Vorsichtsmassnahme, obschon es an Bord der Splendida keine gemeldeten Fälle bei Passagieren oder Crew gab, schreibt die Kreuzfahrtgesellschaft mit Sitz in der Schweiz. Die Aida Vita hält auf der Kreuzfahrt vom 2. bis zum 23. Februar nicht in Hongkong, sondern fährt stattdessen nach Cai Lan in Vietnam. Alle Kreuzfahrtgesellschaften teilten  mit, dass die Gesundheit, die Sicherheit und das Wohlbefinden der Gäste und der Crew oberste Priorität hätten.

Die Industrie ist wahrscheinlich auch wegen des Vorfalls auf der Costa Smeralda von letzter Woche alarmiert: Da eine chinesische Frau an Bord Fieber und weitere Symptome der neuartigen Lungenerkrankung zeigte, durften die rund 6’000 Passagiere kurzzeitig nicht mehr von Bord. (TI)