Die Playa de Palma soll aufgewertet werden

Palma will EUR 300 Mio. investieren, um die touristische Infrastruktur, das Image und die Lebensqualität der Anwohner am Ballermann zu verbessern.
©FTPM365

Der rund sechs Kilometer lange Strand Playa de Palma östlich von Mallorcas Hauptstadt Palma ist gesäumt von Hotels, Bars und Restaurants. Vor allem abends ist die Strandpromenade auch als Partymeile bekannt, unter anderem befindet sich hier der Strandabschnitt ‘Ballermann’.

Image, Qualität und Nachhaltigkeit verbessern

Gemäss der Stadt Palma steht die Playa de Palma nun vor einem umfassenden Wandel: Mit dem neuen ‘Plan Global de Actuación en Platja de Palma’ will die Stadt die touristische Infrastruktur des Strandabschnittes modernisieren, die Lebensqualität der Anwohner vor Ort verbessern und langfristig nachhaltige Entwicklung fördern.

35 Einzelprojekte 

Rund EUR 300 Mio. sollen in den kommenden zehn Jahren in 35 Einzelprojekte investiert werden, um das Image, die Qualität und die Nachhaltigkeit der Playa de Palma entscheidend zu verbessern. Der ‘Plan Global’ verfolge einen offenen, dynamischen Ansatz, der weitere Projekte in der Zukunft integrieren kann.

Ziel sei ein neues Modell für nachhaltigen, hochwertigen Tourismus. Die Stadt Palma setze dabei bewusst auf lokale und regionale Partnerschaften und fordere die Schaffung eines nationalen Kommissars für reife Tourismuszonen, mit Playa de Palma als Pilotprojekt.

Vorstellung des ‘Plan Global’ ©FTPM365
Karte mit Standorten der geplanten Projekte

Um das Verständnis für den Umfang und die räumliche Verteilung dieser Massnahmen zu erleichtern, haben die Verantwortlichen eine Karte erstellt, auf der die genauen Standorte der insgesamt 35 geplanten Projekte dargestellt sind.

Der Bürgermeister von Palma, Jaime Martínez, präsentierte am Mittwoch auf der Plaza de las Maravillas den ‘Plan Global de Actuación en Platja de Palma’, der in enger Abstimmung mit Anwohnern, Geschäftsleuten und Tourismusverbänden weiter konkretisiert werden soll.

Der aktuelle Masterplan basiert auf drei Hauptachsen:

Verbesserung des Erscheinungsbildes und der touristischen Qualität:
  • Neue Grünzonen und Renaturierungsprojekt
  • Ästhetische und funktionale Aufwertung des Paseo Marítimo
  • Verschönerung von Strassen, Plätzen und urbanem Mobiliar (z. B. Plaça de les Meravelles, Avinguda de les Meravelles, Can Pastilla)
  • Einführung neuer kultureller und kommerzieller Route
  • Qualitätssteigerung bei Hotels, inklusive Umwandlung veralteter Hostels
Nachhaltige Mobilität und Infrastruktur:
  • Ausbau des Radwegenetzes (BiciPalma) und neue Fusswegeverbindungen
  • Neue Park-and-Ride-Anlagen und multimodale Verkehrskonzepte
  • Geplante Bahnverbindung Palma–Llucmajor
  • Verbindung für Radfahrer und Fussgänger zwischen Can Pastilla und dem Flughafe
  • Sanierung von Regenwasser- und Abwasseranlagen
  • Bau einer neuen Meerwasserentsalzungsanlage
Soziale, kulturelle und ökologische Ausstattung:
  • Neue Sportanlagen, Kulturzentren und ein archäologisches Museum
  • Schutzgebiete wie das Feuchtgebiet Ses Fontanelles oder die Naturlandschaft Es Carnatge
  • Entwicklung neuer Wohnräume und Dienstleistungen in Zonen wie Ses Fontanelles und Vista Alegre
  • Verbesserte Beleuchtung, Sicherheit und Touristendienste an der Strandlinie

(TI)