
Sieben Kontinente, 195 Länder, acht Milliarden Menschen: Unsere Welt steht niemals still. Tagtäglich bewegen unzählige Ereignisse die Bevölkerung in den unterschiedlichsten Teilen des Planeten – Wahlen werden abgehalten, Proteste organisiert und neue Krisenherde tun sich auf.
Viele der Geschehnisse gehen in der allgemeinen Informationsflut des digitalen Zeitalters oftmals unter, einige andere sind auch schlichtweg zu weit weg.
Um den Überblick zu behalten, stellt Krisenfrühwarn-Experte A3M für uns wöchentlich eine Auswahl der wichtigsten Ereignisse zusammen.
Landesweite Proteste in Bulgarien
In Bulgarien sind heutigen Samstag landesweite Proteste angekündigt, die sich gegen die geplante Einführung des Euro richten und gleichzeitig den Rücktritt der Regierung fordern. Besonders in den Städten erhöhen die Behörden entsprechend die Sicherheitsmassnahmen – gewaltsame Zwischenfälle und örtliche Verkehrseinschränkungen sind nicht auszuschliessen.
Demonstrationen in verschiedenen Städten in Mexiko
Am Sonntag, den 01.06., kommt es in zahlreichen Städten in Mexiko aller Voraussicht nach zu Demonstrationen, um gegen die Wahl von Richtern und Staatsanwälten zu protestieren. Die Behörden verschärfen die Sicherheitsmassnahmen, lokale Verkehrsbehinderungen sind möglich.
Präsidentschaftswahlen in Polen
Ebenfalls am Sonntag findet in Polen die entscheidende Runde der Präsidentschaftswahlen statt. Der pro-europäische Warschauer Bürgermeister Rafał Trzaskowski kämpft gegen den rechtsnationalistischen Politiker Karol Nawrocki um den Sieg.
Vor dem Hintergrund der richtungsweisenden Wahl kann es nach Verkündung der Ergebnisse zu Protesten kommen. Reisende sind angehalten, Menschenansammlungen zu meiden und den Anweisungen der Sicherheitskräfte Folge zu leisten.
Präsidentschaftswahlen in Südkorea
Am Dienstag, den 03.06., wählen auch die Menschen in Südkorea einen neuen Präsidenten. Das Land befindet sich in seiner schwersten politischen Krise seit Einführung der Demokratie Ende der 1980er Jahre – beste Chancen auf den Wahlsieg hat Oppositionsführer Lee Jae-myung von der ‘Demokratischen Partei des Miteinanders’ (Deobureo-minju-dang). Am Tag der Wahl sowie nach Verkündigung der offiziellen Ergebnisse ist mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen zu rechnen.
Parlamentswahlen in Burundi
In Burundi sind die Menschen am Donnerstag, den 05.06., dazu aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Die regierende Partei CNDD-FDD (Nationaler Rat zur Verteidigung der Demokratie – Kräfte zur Verteidigung der Demokratie), die bereits seit 2005 an der Macht ist, gilt als klarer Favorit auf den Wahlsieg.
Hinsichtlich der ohnehin angespannten politischen Lage im Land verschärfen die Behörden am Wahltag und nach Verkündigung der offiziellen Ergebnisse die Sicherheitsvorkehrungen. Gewaltsame Ausschreitungen sind dennoch nicht auszuschliessen.
Generalstreik in Frankreich
Ausserdem hat die Gewerkschaft CGT in Frankreich für Donnerstag zu einem landesweiten Generalstreik aufgerufen. Es ist mit erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Leben sowie Einschränkungen im Verkehr zu rechnen. Dazu erwarten die Behörden zahlreiche Proteste und Demonstrationen, die den Streik begleiten. Reisende sind angehalten, sich rechtzeitig über die Situation vor Ort zu informieren. (TI)
