
Trotz der Covid-19-Pandemie und der Herausforderungen, die der Krieg mit sich brachte, habe El Al unermüdlich daran gearbeitet, dem weltweiten Luftfahrtmangel und der beispiellosen Nachfrage zu begegnen, um weiterhin als Luftbrücke zwischen Israel und der Welt zu dienen, erklärt Israels grösste Fluggesellschaft.
Seit der Covid-19-Pandemie stehe der globale Luftfahrtmarkt vor erheblichen Herausforderungen, darunter einem Mangel an Flugzeugtriebwerken, Ersatzteilen und Verzögerungen in der Logistikkette, erklärt El Al.
Der Krieg in Israel habe den Sitzplatzmangel verschärft und die Nachfrage im Verhältnis zum begrenzten Angebot erhöht aufgrund anhaltender Flugausfälle ausländischer Fluggesellschaften im Jahr 2024. Das Marktklima habe El Al gezwungen, mit einer beispiellosen Nachfrage nach Dienstleistungen umzugehen.
Strikte Preispolitik während des Krieges
Aufgrund der komplexen Situation hat El Al während des gesamten Krieges eine strikte Preispolitik verfolgt, die unter anderem die Festlegung von Festpreisen für mehrere wichtige Strecken sowie die Einführung von Preisobergrenzen für andere Destinationen in der Economy Class umfasste.
Diese Massnahmen haben gemäss der Fluggesellschaft den Preisanstieg gedämpft und den Anstieg des durchschnittlichen Preises pro Passagier (RRPK) auf 14 % im Vergleich zu 2023 begrenzt.
El Al stockt ihren Flugplan nun weiter auf, um das Angebot an Sitzplätzen zu erhöhen und auf die hohe Nachfrage zu reagieren. Im Jahr 2024 änderte die Airline die Liste der Flugziele auf der Grundlage der Marktnachfrage, der Bedürfnisse des Unternehmens und der Richtlinien der Sicherheitsbehörden. El Al erhöhte die Frequenzen nach Nordamerika, Europa und in den Fernen Osten, während sie andere Strecken einstellte.
Die wichtigsten Finanzergebnisse für 2024
- Die Jahreseinnahmen beliefen sich auf ca. USD 3,4 Mrd., was einem Anstieg von ca. 37 % gegenüber 2023 entspricht.
- Das EBITDAR belief sich 2024 auf etwa USD 1,1 Mrd. und verdoppelte sich damit gegenüber 2023.
- Der jährliche Nettogewinn belief sich auf etwa USD 545 Mio., das ist 4,7 Mal so viel wie 2023.
- Das Eigenkapital des Unternehmens belief sich zum 31. Dezember 2024 auf ca. USD 527 Mio., verglichen mit einem Defizit von ca. USD 209 Mio. zum 31. Dezember 2023.
Der Anstieg und der Übergang zu einem positiven Eigenkapital sei auf den im Laufe des Jahres erzielten Nettogewinn, eine Kapitalerhöhung in Höhe von rund USD 135 Mio. und die Ausübung von Optionsscheinen in Höhe von rund USD 58 Mio. zurückzuführen.
- Die Bruttoverschuldung belief sich zum 31. Dezember 2024 auf rund USD 1,519 Milliarden. Die Nettofinanzverschuldung zum 31. Dezember 2024 belief sich auf etwa USD 75 Mio.
Luftbrücke zwischen Israel und der Welt aufrechterhalten

Dina Ben Tal Genancia, CEO von El Al, kommentiert: «Das Jahr 2024 hat uns vor komplexe nationale und geschäftliche Herausforderungen gestellt, aber wir haben bewiesen, dass wir sie erfolgreich bewältigen können. Trotz der Herausforderunfdgen ist es uns gelungen, die Luftbrücke zwischen Israel und der Welt in einer Zeit des Mehrfrontenkriegs aufrechtzuerhalten und gleichzeitig den strategischen Plan weiter umzusetzen».
Ziel der Airline sei es nun, die finanzielle Stabilität aufrechtzuerhalten und das Unternehmen in allen Bereichen wachsen zu lassen.
«Wir werden weiterhin an der Umsetzung des strategischen Plans festhalten, den wir heute aktualisieren und erweitern, um EL AL in allen Bereichen des Tourismus und der Luftfahrt zum weltweiten Erfolg zu führen, wobei der Schwerpunkt auf dem europäischen und amerikanischen Markt liegt», führt Dina Ben Tal Genancia aus.
Angesichts der Herausforderungen auf dem Luftverkehrsmarkt aktualisiere die Fluggesellschaft ausserdem ihren langfristigen Strategieplan und verlängere ihn bis 2030.
Die wichtigsten quantitativen Ziele, die im Strategieplan 2030 festgelegt sind
1. Ein Umsatz von mehr als USD 4 Milliarden.
2. Marktanteil des Ben-Gurion-Flughafens von 25 % mit rund 7,6 Millionen Passagieren.
3. 8-10% der Einnahmen aus Neben- und Nicht-Flugaktivitäten.
4. Erreichen und Übertreffen von insgesamt 4 Millionen Mitgliedern des Matmid-Vielfliegerclubs. (TI)
