Luxusflieger Beond verkündet unerwartete Wachstumspläne

Neue Jets und Streckennetz-Erweiterungen: Nach dem ersten holprigen Betriebsjahr zieht die Premium-Leisure-Airline Bilanz und verkündet grosse Pläne.
©Beond Airlines

Vor einem Jahr nahm der Business Class-Carrier Beond den Flugbetrieb auf – und verkündete zugleich hoch gegriffene Wachstumspläne. Von 32 Maschinen bis 2028 war damals die Rede. Diese Pläne gerieten aber bald einmal ins Stocken, denn aufgrund mangelnder Auslastung mussten Strecken gestrichen und die Expansionsziele Re-Dimensioniert werden.

Tero Taskila, CEO & Chairman Beond Airlines ©Beond

Nach dem ersten Betriebsjahr hat das Management unter der Führung von CEO Tero Taskila nun eine erste Zwischenbilanz gezogen und verkündet – vor dem Kontext des holprigen Starts der Firma – durchaus erstaunliches.

Mit den mittlerweile zwei Jets, einem Airbus A319 und einem A321 in jeweils reiner Business Class-Konfiguration, seien im ersten Jahr rund 8000 Fluggäste unterwegs gewesen. Die durchschnittliche Auslastung aller Flüge liege bei rund 55%.

München könnte wieder ganzjährig angeflogen werden

Ab Mailand, München und Zürich fliegen die schwarz lackierten Maschinen der Airline via Dubai auf die Malediven. Taskila zeigt sich mit der Entwicklung dieser Strecken zufrieden und die Chancen stehen gut, dass München aufgrund der guten Nachfrage im kommenden Jahr wieder vom aktuell reinen Winter- zum Ganzjahresabflugsort wird.

Laut verschiedenen Medien hob der CEO besonders den positiven verlauf des Chartergeschäfts hervor: Er sprach von «Rund 100 Charteranfragen pro Monat.» Weil die beiden Maschinen der Flotte aber nicht genügend Kapazitäten bieten würden, müsse man auch zahlreiche Charteranfragen absagen. Das solle sich laut Tilo Taskila aber ändern.

Sechs neue Maschinen im 2025

Mit dem kommenden Winterflugplan sollen nun vier weitere Flugzeuge eingeflottet werden, so der Beond-Chef. Ab 2026 ist dann ein jährlicher Flottenzuwachs von sieben Fliegern vorgesehen, so dass man bis 2028 die Zielsetzung von neu 27 Maschinen erreichen wolle.

Nicht nur die Flotte, sondern auch die Routemap soll im nächsten Jahr erweitert werden: Fünf neue Ziele, die namentlich aber noch nicht genannt wurden, sollen zum Streckennetz dazukommen. (TI)