
Nachdem im April bereits eine Gruppe Reisebüromitarbeitende den US-Bundesstaat Texas kennenlernen durften, führte die zweite Go2travel Studienreise an den äussersten östlichen Zipfel Kanadas, genauer gesagt in die maritimen Provinzen Nova Scotia und Prince Edward Island.
Im Zentrum der 10-tägigen Reise Ende September standen die Natur, die Kulinarik und im Allgemeinen die Vielfalt dieser oftmals noch etwas unbekannteren Ecke Kanadas. Ganz anders als in Westkanada dominieren hier nicht grosse, mächtige Bergketten wie die Rocky Mountains, sondern der wilde Atlantik mit seinen schroffen Klippen und Buchten.
Gestartet wurde in Halifax, dem Dreh- und Angelpunkt für jegliche Reisen durch Atlantik-Kanada. Auch dieses Mal reiste die Go2travel Gruppe mit Air Canada an, welche sie via Toronto in die Hauptstadt Nova Scotias brachte.

Nach der Übernahme der Mietwagen, mit welchen die Gruppe die nächsten Tage unterwegs waren, führte der Weg direkt ins zentralgelegene Stadthotel. Am nächsten Morgen wurde die Waterfront von Halifax auf einer Walking Tour etwas genauer unter die Lupe genommen, bevor das Amphibienfahrzeug ‘Harbour Hopper’ bestiegen wurde, mit dem auf dem Land- und auch Wasserweg die Highlights besichtigt wurden.
Für die erste Tagesetappe durfte der Besuch des meistfotografierten Leuchtturmes Kanadas nicht fehlen. So machte sich die Gruppe auf nach Peggys Cove. Bei bestem Wetter präsentierte sich das malerische Postkarten-Sujet.
Entlang der Küste ging es weiter nach Lunenburg, einem von Schweizer und Deutschen Auswanderer gegründeten Fischerdörfchen. Hier führte Liz die Gruppe durch das Örtchen und zog eine Anekdote nach der anderen aus dem Ärmel.

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen des Kejimkujik Nationalparks, wo eine gemütliche Kayak-Tour auf dem Programm stand. Bei bestem Herbstwetter wurde mehr oder weniger elegant an den bereits verfärbten Laubbäumen vorbeigekurvt, bevor der Tag mit einem Wine-Tasting und Nachtessen in der Grand Pré Winery der Familie Stutz abgerundet wurde.
Bekannt für Ihre Gehzeitenunterschiede sei die ‘Bay of Fundy’, seit jeher ein Fixpunkt auf jeder Atlantik-Kanada Rundreise, so Robin Engel von Go2travel. Für alle Frühaufsteher bestand die Möglichkeit, bereits zum Sonnenaufgang den Höhepunkt der Ebbe zu erleben – und zwar im Burntcoat Head Park, wo dieses Naturspektakel besonders eindrücklich sei.
Der zweite Teil der Gruppe kam nach dem Frühstück pünktlich mit der eintretenden Flut an und konnte live miterleben, wie der Strand in beängstigendem Tempo vom Wasser verschlungen wurde.
Anschliessend stand die Überfahrt nach Prince Edward Island an. Fast gleichlang wie der Gotthard-Tunnel, thront die ‘Confederation Bridge’ über dem Northumberland Strait und verbindet die kleinste Provinz Kanadas mit dem Festland.
PEI, wie die Provinz umgangssprachlich genannt wird, ist von Dutzenden Leuchttürmen umgeben und besticht durch ihre eindrücklichen roten Sandstrände und der eher gemütlichen Art der Einwohner, erklärt Go2travel weiter. So ticken die Uhren hier etwas langsamer und es wird viel Wert auf guten und frischen Seafood gelegt, was die Gruppe durchwegs zu spüren bekam.
Sogar bekennende Fisch-, Muschel- und Austern-Kritiker*innen konnten von der Qualität überzeugt werden und probierten die fangfrischen Meerestiere, was mit gebührendem Respekt gezollt wurde, so Robin Engel weiter.
Nach einem erlebnisreichen Tag im Prince Edward-Island-Nationalpark durfte auch ein Besuch bei der vor allem in Japan sehr bekannten ‘Anne of the Green Gables’ nicht fehlen –hierzulande wohl etwa vergleichbar mit unserem ‘Heidi’. Übernachtet wurde in Charlottetown, der Hauptstadt von PEI, was sich als idealer Ausgangspunkt für die sternförmige Erkundung der Insel anbietet, so Engel.
Die Rückreise ans Festland war ursprünglich mit der Fähre geplant – neben der Brücke die zweite Möglichkeit, die Insel wieder in Richtung Festland zu verlassen. Da aber just zu dem Zeitpunkt das erste Mal in der langen Geschichte des Fährbetriebs gleich beide Fähren mit einem technischen Defekt ausfielen, musste kurzfristig umgeplant werden und es ging wieder über die Brücke zurück aufs Festland.

Zurück in Nova Scotia stand mit dem Besuch des Cape Breton-Highlands-Nationalparks eines der bekanntesten Highlights der Region auf dem Programm. Wie bestellt, spielte auch das Wetter perfekt mit und so startete die Gruppe mit einer Whale Watching Tour im Zodiac in den Tag.
Auf der anschliessenden Panoramafahrt entlang des ‘Cabot Trails’ kamen einige der Teilnehmer*innen nicht mehr aus dem Staunen raus, so Engel. Der kleine Hike auf dem ‘Skyline Trail’ bildete dann den Abschluss.
Auf dem Rückweg nach Halifax ging es entlang der wilden und weniger touristischen ‘Eastern Shore’, immer mit dem rauen Atlantik im Visier, wo sich an gewissen Orten sogar ein paar ganz wagemutige Locals mit ihren Surfbrettern ins kalte Wasser trauten. Auf halber Strecke wurde nochmals übernachtet, ein letztes Mal in den Muscheltopf gegriffen und bei einem gemütlichen ‘Bonfire’ die erlebnisreiche Studienreise Revue passiert. (TI)








