Peter Dreier, TRAVEL INSIDE Leser
«Ich kann dem Kommentar von Herrn Alexander B. Stare so nicht zustimmen, da vieles
nicht erwähnt wurde.
Es ist schon sehr bedenklich, wie sich Herr Alexander B. Stare zu dem nächtlichen Fluglärm
und verspäteten Abflügen äussert. Wenn der Herr sich durch den regelmässigen Fluglärm
nicht gestört fühlt, ist es ja seine Empfindung, aber deswegen das Empfinden von allen anderen hunderten, ja tausenden Bewohnern rund um den Flughafen als ‘Jammerei’ zu bezeichnen, ist doch etwas unschön, unverständlich, ja sogar beleidigend.
Es geht hier ja nicht gegen die Fliegerei oder den Flughafen, sondern um die Einhaltung vom Betriebsreglement sowie die korrekte und vernünftige Planung von Flügen. Ich und viele Nachbarn wohnen und arbeiten oder arbeiteten seit über 40 Jahren hier in Kloten.
Der Flughafen wurde in den letzten 20 bis 30 Jahren immer weiter ausgebaut und auch die An- und Abflugszenarien wurden ausgebaut und verändert. Dies und andere Umstände haben zu massiv mehr Flugbewegungen und Fluglärm geführt.
Ja, es ist in der heutigen Zeit sicher eine grosse Herausforderung für alle Beteiligten, alles unter einen Hut zu bringen. Nicht zuletzt geht es aber und auch um die Gesundheit und die Nachtruhe der arbeitenden Bevölkerung rund um den Flughafen Zürich und Umgebung.
Kritik diesbezüglich ist wohl angebracht in Anbetracht dessen, dass der Flughafen Zürich mit der Absegnung vom BAZL noch Slots ‘vergibt’, die nach 22.30 Uhr und auch später, wo man genau weiss, dass die vorhandenen Flüge, im Speziellen alle Langstreckenflüge der Swiss ‘NIE’ vor 23 Uhr starten werden, resp. können.
Es werden z. B. in letzter Zeit vermehrt Slots an Edelweiss vergeben, die nur zu Ferienzwecken noch so spät eingesetzt werden. Es handelt sich dabei nicht um Verspätungsabbau, sondern um geplante ‘ZUSATZFLÜGE’! Es zeigt sich also im gesamten Bild, dass weder der Flughafen noch Swiss und Edelweiss gewillt sind, sich an das Betriebsreglement zu halten.
Dies wäre durchaus möglich, wenn alle Beteiligten nicht nur das extreme Wachstum des
HUB Zürich anstreben, sondern auch den ‘Gigantismus’ fördern. Weniger wäre Mehr. Es
sind vorwiegend Swiss Langstreckenflüge und Edelweiss Ferienflieger, diese werden
vorwiegend von Zubringerpassagieren gefüllt.
Leider wird der HUB Zürich immer mehr zum zentralen Mittelpunkt ausgebaut, darunter leidet die Bevölkerung leider immer mehr unter dem verspäteten Fluglärm. Beim Thema Gebühren gebe ich Herrn Alexander B. Stare allerdings Recht, die nützen leider nur dem Flughafen, denn eine Unterbringung von mehreren hundert Passagieren käme der Airline viel, viel teurer.
Der Flughafen würde eher grundsätzlich die Lärmgebühren ‘ganztags’ und ab 23 Uhr massiv noch mehr erhöhen, und etwas kulanter diese Mehreinnahmen zur Lärmbekämpfung z.B. für Schallschutzfenster in den umliegenden Gemeinden einsetzen.
Diesbezüglich wären auch die Gemeinenden/Städte/Verwaltungen/UVEK gefordert. Leider fehlen einigen Politikern, die nicht direkt betroffen sind, die Sensibilität zu dieser Thematik und unterstützen die Bevölkerung zu wenig oder überhaupt nicht. Lärm macht auch krank!»
