Feedback: «Elementarste Regeln der Kundenfreundlichkeit missachtet»

TRAVEL INSIDE Leser Marco Pietrafesa berichtet über seine Erfahrung an Bord des Edelweiss-Fluges von Zürich nach San José.

Marco Pietrafesa, per E-Mail

«Edelweiss übernimmt Vorreiterrolle! In meinen unzähligen Flügen mit dutzenden von Airlines ist mir so eine Ungeheuerlichkeit noch nie widerfahren!

Auf dem Flug von ZRH-SJO (San José, Costa Rica) am 30.10.2024 habe ich mich als Eco Passagier erdreistet die Flight Attendant um ein Cola light zu bitten. Diese erwiderte kurz und knapp ich könne das bei ihr im Galley selber holen!

Aufgrund dieses Vorfalls habe ich mich bei der diensthabenden Chef de Cabin beklagt, die mir bestätigte, dass das so korrekt sei. Sie hat allerlei Ausreden gebracht, man könne den Trolley nicht in der Kabine stehen lassen und die Flight Attendants hätten es streng. Ja, man könnte nachdem man mit dem Trolley zurück im Galley ist, dem billigen Eco Passagier das Getränk bringen.

Mitleid habe ich mit dem Kabinenpersonal nicht. Aber ich habe mich während des ganzen Fluges nicht mehr getraut eine Dienstleistung entgegenzunehmen, aus Rücksicht zu ihnen.

Ob es im Interesse des Kabinenpersonals ist, wenn auf einer Langstrecke 260 Eco Passagiere 2 bis 3 mal im Eco Galley vorstellig werden um sich selber ein Getränk zu holen, wage ich zu bezweifeln.

Auch aus Sicherheitsgründen mehr als fragwürdig. Last but not least will ich nicht ständig meinen Sitznachbarn zum Aufstehen bitten, weil diese betreffende Edelweiss Flight Attendant mal einfach zu faul ist.

Mit diesem ungeheuerlichen Vorfall werden die elementarsten Regeln der Kundenfreundlichkeit missachtet. Jetzt werde ich definitiv auf Direktverbindungen ab Zurich verzichten und das Umsteigen in Kauf nehmen bei Airlines, wo man als Eco Passagier schlecht behandelt wird. Es graut mir jetzt schon in 2 Wochen den Rückflug mit Edelweiss antreten zu müssen.»