
Das Familienbarometer von der Familienorganisation Pro Familia Schweiz und dem Vorsorge-Spezialisten Pax zeigt seit drei Jahren, was Schweizer Familien zurzeit am meisten beschäftigt: Dieses Jahr sind es laut Pro Familia die Krankenkassenprämien und steigende Preise. Auch Gesundheit und Wohnkosten rangieren weit oben.
Bei 47% der Familien reicht das Haushaltseinkommen nur knapp
Die kürzlich veröffentlichte repräsentative Erhebung, bei welcher 2200 Familien aus allen Landesteilen der Schweiz bei einem Online-Panel befragt wurden, zeigt auf, dass das Finanzthema für Familien in der Schweiz eine zunehmende Rolle spielt: 46% gaben an, dass das Haushaltseinkommen für das gemeinsame Familienleben reicht, 2023 waren es noch 52%. Bei 47% reicht das Haushaltseinkommen nur knapp (2023: 41%). Für 7% der befragten Familien reicht das Einkommen nicht.
Zwei Drittel der Familien (66%) geben an, pro Monat nicht mehr als CHF 500 sparen zu können und rund ein Drittel der Familien können derzeit kein Geld zur Seite legen. Bei der Frage, was ihr Leben verbessern würde, antworteten 57% mit «mehr finanzielle Ressourcen».
Auf Ferien wird bei finanziellen Engpässen am häufigsten verzichtet
Wenn das Geld knapper wird, muss folglich in manchen Lebensbereichen zunehmend verzichtet werden. Neben Restaurantbesuchen und Freizeitaktivitäten sparen Schweizer Familien allen voran bei den Ferien.
Einelternhaushalte verzichten mit 46% häufiger auf Ferien als gemeinsame Haushalte mit zwei Partnern (40%). Wie zu erwarten, sei der Verzicht bei Familien mit tieferem Einkommen insgesamt stärker ausgeprägt.
Zwar wurde gemäss dem Familienbarometer auch in den Jahren davor aus Kostengründen am ehesten auf Ferien verzichtet und auch das Sparpotenzial blieb über die letzten drei Jahre stabil. Dennoch ist im 3-Jahres-Vergleich ersichtlich, dass das Haushaltseinkommen von Familien in der Schweiz insgesamt knapper geworden ist. Folglich dürfte auch das zur Verfügung stehende Ferienbudget vieler Familien schrumpfen. (TI)
