
Basis der Auswertung sind Buchungen mit Aufenthalten zwischen dem 18. Oktober 2024 bis 19. April 2025. 80% und damit der Grossteil aller Winterbuchungen in der Schweiz entfielen auf Gäste mit Wohnsitz in der Schweiz, 20% auf internationale Besucher.
Schweizer Gäste gaben mehr aus und buchten früher
Dabei zeigte sich: Schweizer Gäste gaben im Schnitt CHF 208 pro Nacht aus, während ausländische Gäste mit CHF 190 etwas günstiger logierten. Auch bei der Buchungsvorlaufzeit gab es deutliche Unterschiede: Schweizer Gäste planten ihre Winterferien im Schnitt 144 Tage im Voraus – fast fünf Monate vor Anreise.
Gäste aus dem Ausland buchten ihre Unterkünfte hingegen durchschnittlich 119 Tage vorher. Die Differenz von rund 25 Tagen legt nahe, dass Schweizer Gäste lieber langfristig planen. Bei der Aufenthaltsdauer lagen beide Gruppen ähnlich: 6.35 Tage bei Schweizer Gästen, 6.41 Tage bei ausländischen.
Ausland nicht günstiger: Winterferien in der Schweiz konkurrenzfähig
Die Auswertung von E-Domizil und Hometogo zeigt, dass Österreich und Norditalien bei Reisenden aus der Schweiz preislich kaum unter der Schweiz lagen.
In Trentino-Südtirol in Italien und Vorarlberg in Österreich wurde für eine Ferienwohnung im Winter 2024/25 im Schnitt CHF 206 pro Nacht resp. CHF 198 bezahlt. Damit bewegten sich die Preise auf nahezu gleichem Niveau wie in beliebten Schweizer Regionen, betonen die beiden Ferienhausanbieter.
Waadt, Graubünden und Wallis am teuersten
Über alle Buchungen hinweg – unabhängig von der Herkunft der Gäste – wurden in den Kantonen Waadt (CHF 223 pro Nacht), Graubünden (CHF 221) und Wallis (CHF 209) die höchsten Preise für Ferienhäuser resp. -wohnungen bezahlt.
Gemäss E-Domizil und Hometogo wurde im Waadtland nicht nur am meisten bezahlt, sondern auch am längsten geblieben – mit durchschnittlich 7.11 Tagen pro Aufenthalt. Graubünden verzeichnete eine Aufenthaltsdauer von 6.65 Tagen, das Wallis 6.45 Tage.
Kantone mit den tiefsten Preisen
Die tiefsten Preise wurden im Jura (CHF 153) mit der kürzesten durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 4.93 Tagen bezahlt. Auch die Kantone Luzern (CHF 175) und Bern (CHF 180) lagen am unteren Ende der Preisskala. Der Preisunterschied zwischen Waadt und Jura betrug bemerkenswerte CHF 70 pro Nacht.
Buchungsverhalten von Gästen aus dem Ausland
Bei den ausländischen Gästen zeigen sich andere Muster: Im Kanton Bern gaben sie im Schnitt nur CHF 160 pro Nacht aus – deutlich weniger als im Wallis, wo CHF 239 pro Nacht bezahlt wurden.
Besonders auffällig ist die durchschnittliche Gruppengrösse: Während im Wallis 5.13 Personen pro Buchung registriert wurden, lag dieser Wert in Graubünden nur bei 3.65 Personen – gemäss E-Domizil und Hometogo ein Hinweis darauf, dass ausländische Gäste in Graubünden häufiger kleinere, vielleicht exklusivere Unterkünfte buchten.
Deutliche Preisunterschiede auf Destinationsebene
Graubünden zeigte ein breites Preisspektrum: In St. Moritz wurde mit durchschnittlich CHF 297 pro Nacht am meisten bezahlt, gefolgt von Arosa (CHF 293), Davos (CHF 290) und Lenzerheide (CHF 270). Deutlich günstiger war es in Scuol, wo Gäste im Schnitt nur CHF 183 zahlten – ein Preisunterschied von CHF 114 pro Nacht innerhalb des gleichen Kantons.
Auch im Wallis variierten die Preise stark: Während in Zermatt CHF 303 und in Nendaz CHF 283 pro Nacht bezahlt wurden, lag Grächen mit CHF 179 und Leukerbad mit CHF 160 deutlich darunter. Im Kanton Bern fielen die Differenzen etwas moderater aus: Grindelwald (CHF 201), Hasliberg (CHF 194) und Adelboden (CHF 191) lagen preislich näher beieinander. (TI)
