
Beim Dertour-Touristiker Treff in Valbella kam Dertour-CEO Stephanie Schulze zur Wiesch auf ein Thema zu sprechen, das in den letzten Monaten wohl die grösste Aufmerksamkeit auf sich zog: Die Hotelplan-Übernahme.
Es fühle sich so an, als sei ein Elefant im Raum, meinte Stephanie Schulze zur Wiesch und legte nach: «Wir wollen den Elefanten nun sichtbar machen».
Hotelplan-Deal befindet sich momentan in der Closing-Phase
Gesagt, getan: In einer Frage-/Antwort-Runde mit Oliver Howald stellte sich Stephanie Schulze zur Wiesch den drängendsten Fragen zum Hotelplan-Deal. Momentan befindet sich der Deal in der Closing-Phase und wird durch die Behörden geprüft. Wann diese Prüfung abgeschlossen sei, wisse man noch nicht, ordnete Stephanie Schulze zur Wiesch ein.
«2025 wird sich noch nichts ändern»
Auf die Frage, was sich durch die Übernahme ändern werde, hatte Stephanie Schulze zur Wiesch eine klare Antwort parat. Gerade würde sich nichts ändern, schliesslich gäbe es eine laufende Saison mit laufenden Verträgen: «2025 passiert absolut noch nichts».
Im Herbst beginnen die Gespräche für das Jahr 2026. Sie nehme jedoch an, dass es zu diesem Zeitpunkt noch genau so sei wie jetzt, stellt Stephanie Schulze zur Wiesch klar.

Was passiert mit den Filialen und dem Personal?
«Es gibt derzeit 70 Kuoni-Filialen, jetzt kommen noch die Hotelplan-Filialen dazu, das sind viele Reisebüros. Werden ein paar zumachen?», fragte Oliver Howald und sprach an, was sich wohl viele fragen.
Stephanie Schulze zur Wiesch verneinte diese Frage und stellte klar, dass die Reisebüros bleiben werden. Auch bezüglich Personal hatten die beiden eine klare Message: Leute abwerben sei in der Branche ein Thema gewesen, doch es bleibe alles so, wie es ist. «Wir geben das Personal nicht gerne her, denn wir brauchen es selber», schloss Oliver Howald die Frage ab.
Bleiben die Brands erhalten?
Was passiert mit den Brands, werden sich Synergien ergeben? «Wir bewahren unsere Spezialisten-Brands und das Gleiche gilt auch für Hotelplan», stellt Stephanie Schulze zur Wiesch klar.
Es gäbe Zielgruppen, die auf bestimmte Marken vertrauen würden und die Marken-Produkte sollen deshalb erhalten bleiben. «Wir haben eine Riesen-Chance, die Marken noch einmal zu positionieren», meint Stephanie Schulze zur Wiesch.
Standort-Frage noch unklar
Ob es einen neuen Standort gäbe und sich dieser in Glattbrugg befinden werde, sei noch unklar. Die Frage werde sehr häufig gestellt, meinte Stefanie Schulze zur Wiesch, doch sie wisse die Antwort noch nicht. Auch gäbe es laufende Mietverträge, die eingehalten werden müssen.
Was passiert mit dem B2B-Tool von Hotelplan?
«Ab dem Zeitpunkt, ab dem wir zusammen arbeiten können, entscheiden wir», meinte Stephanie Schulze zur Wiesch in Bezug aufs B2B-Tool und ob Hotelplan das Tool von Dertour übernehmen wird. Dertour als grosser TO habe mehr Geld, um eine technische Wirkung zu prüfen: «Wenn wir uns vergrössern, profitieren auch immer mehr Veranstalter.»
Angela Lang, Valbella
