Flugverkehr: Lage im persischen Golf stabilisiert sich langsam

Die Golfstaaten Katar, Vereinigte Arabische Emirate, Bahrain und Kuwait hatten wegen des iranischen Vergeltungsschlages in Katar ihre Lufträume gesperrt – was ein internationales Flugchaos auslöste.
Flug LX242 konnte nicht wie geplant in Dubai landen. ©Unsplash/ZQ Lee

Der Iran hatte als Vergeltungsschlag für den sonntäglichen US-Angriff auf drei iranische Atomkraftwerke seinerseits am Montag den US-Luftwaffenstützpunkt Al-Udeid in Katar bombardiert.

In Folge dessen haben die Staaten am Persischen Golf Katar, Vereinigte Arabische Emirate, Bahrain und Kuwait ihren Luftraum am frühen Montagabend gesperrt und sämtliche Starts und Landungen verboten. Es kam dadurch zu Umleitungen und Verspätungen – ein internationales Flugchaos war die Folge.

Neunstündiger Irrflug von LX 242

Auch Flüge ab/bis Zürich waren davon betroffen. Laut dem ‘Tagesanzeiger’ drehte der Swiss Flug LX 242 nach Dubai, der um 13:13 Uhr in Zürich gestartet war, kurz vor 19 Uhr über Saudi-Arabien um und wurde nach Kairo umgeleitet – laut Swiss eine Vorsichtsmassnahme.

Da Swiss aber gemäss dem ‘Tagi’ kurzfristig in Antalya hatte Hotelzimmer buchen können für die 206 Passagiere und 13 Besatzungsmitglieder, wurde LX 242 in die Türkei weitergeleitet.

Der Flughafen von Antalya war aber währenddessen wegen Überlastung durch umgeleitete Flüge ebenfalls vorübergehend geschlossen worden, so musste die Swiss-Maschine weiter umgeleitet werden nach Izmir, wo sie schliesslich um 22.13 Uhr landen konnte. Auch hier konnte die Airline zum Glück noch Hotelzimmer für Fluggäste und Crew buchen.

Auch weitere Flüge ab Zürich nach Katar waren betroffen, kehrten um oder wurden umgeleitet. Flug LX 243 von Dubai nach Zürich am heutigen Dienstag fällt in Folge der LX 242-Umleitung aus.

Da einzelne Golfstaaten am späten Montagabend den Luftraum wieder geöffnet haben, dürfte sich der internationale Flugverkehr allmählich wieder normalisieren. (TI)