Informative Cruisetour-Messe in Zürich

Sascha List und sein Cruisetour-Team freuts: Mit 18 vertretenen Reedereien und über 600 Besuchenden war die Kreuzfahrtmesse am letzten Samstag ein Erfolg.
Cruisetour-Führungstruppe mit (v.l.) Christine Zwahlen (Stv. Teamleiterin Sales), Noemi Bernet (Product & Marketing Manager), Sascha List (Geschäftsführer) und Melanie Stange (Head of Sales). ©BE

Nach einer Corona-Pause stellte Cruisetour, der Kreuzfahrtspezialist von TUI Suisse, im vergangenen Jahr wieder eine Kreuzfahrtmesse auf die Beine. Am letzten Samstag wurde dieses Format nun im Lake Side Zürich erfolgreich fortgesetzt.

«Der Zeitpunkt Mitte Oktober ist für eine Cruise-Messe ideal, denn das ist traditionell eine starke Buchungszeit», sagt Sascha List, Geschäftsführer von Cruisetour. Und der Anlass kam an: Über 600 interessierte Endkunden nutzten die Gelegenheit für Infos aus erster Hand von 18 vertretenen Reedereien und ihren Präsentationen.

Reisebüro-Anteil wächst

Reisebüro-Partner hat Cruisetour nicht spezifisch eingeladen, aber auch nicht ausgeschlossen: «Die Messe ist in erster Linie auf B2C-Kunden ausgerichtet», sagt List. Eine Weiterentwicklung des Events mit einem B2B-Element schliesst er jedoch nicht grundsätzlich aus.

«Der Direktkunden-Anteil ist bei uns tragend, doch der Reisebüro-Anteil wächst», stellt der Cruisetour-Chef nämlich fest. «Kreuzfahrten weltweit sind nun mal ein beratungsintensives Segment, und die Reisebüros wissen, dass sie bei uns die entsprechende Expertise finden».

Nebst den TUI Suisse-Filialen buchen rund 300 weitere Reisebüros regelmässig bei Cruisetour, wo sie eine sehr breite Angebotspalette sowohl auf Hochsee wie Fluss vorfinden. Zudem fliessen die Buchungen in den TUI Suisse-Umsatz und somit einer attraktiveren Kommissionierung ein.

«Die TUI-Reedereien Mein Schiff und Hapag-Lloyd Cruises vermitteln wir natürlich sehr gerne, haben jedoch keine explizite Prioritäts-Verpflichtung dazu», sagt List zu einer ab und zu gestellten Frage nach TUI-internen Abhängigkeiten.

Der Markt zieht wieder an, aber…

Nachdem der Markt Schweiz gemäss CLIA 2023 noch deutlich hinter den Zahlen von 2019 lag, zieht die Nachfrage nun auch bei Cruisetour wieder an. «Wir erwarten bis Ende Jahr erneut ein Niveau, das an die Spitzenwerte von Vor-Corona anschliesst», atmet Sascha List auf.

Doch das Jahr war und ist nicht immer einfach: «Weil der Suezkanal nicht befahren werden kann und der lange Weg um Afrika nicht jedermanns Sache ist, fallen einige attraktive Überstellfahrten in die Emirate oder nach Südafrika aus», so List. Auch Asien ist noch nicht dort, wo die Cruise-Region einst war.

Zudem hat sich das Preisbild für Kreuzfahrten im Vergleich zu Vor-Corona verteuert: «Je nach Reederei und Routen sind die durchschnittlichen Verkaufspreise um zehn bis 20 Prozent gestiegen», hält List fest.

Trotzdem hat sich die Nachfrage nach Routen in den traditionell gefragtesten Revieren Mittelmeer, Nordeuropa und Karibik wieder gut erholt. Im Fernreisen-Bereich entwickelt sich etwa Japan erfreulich, ebenso der Panamakanal und Südamerika oder Alaska, weist Sascha List auf einige Trends hin.

Beat Eichenberger