Knallhart-Kurs soll Boeing wieder in die Spur bringen

Der Abbau von rund 17’000 Jobs und die Einstellung der 767-Serie sind nur zwei von vielen ‘unpopulären’ Restrukturierungsmassnahmen.
©Boeing Company
Kelly Ortberg. ©LinkedIn

Ein altes Sprichwort besagt ‘Neue Besen kehren gut’ – in diesem Fall zumindest recht gründlich: Kelly Ortberg, der neue Boss des kriselnden US-Flugzeugherstellers Boeing, startet mit einem harten Massnahmenpaket in die Zukunft.

Dabei sollen unter anderem rund 10% aller Vollzeitstellen auf der Strecke bleiben und auch im Produktionsprogramm stehen harte Einschnitte bevor.

Bereits seit Wochen befindet sich das Unternehmen im Tarifstreit- und -Streik mit der Belegschaft und der Gewerkschaft International Association of Machinists. Bislang konnte man noch keine Einigung für die Erneuerung der auslaufenden Tarifverträge erzielen. Die Ankündigung des neuen Managements, 17’000 von den insgesamt rund 170’000 Vollzeitstellen über sämtliche Hierarchiestufen hinweg zu streichen, dürften die verhärteten Fronten vorerst sicherlich nicht erweichen, wie verschiedene Medien berichten.

Boeing 767-Produktion wird nicht nicht fortgeführt

Laut einer Mitteilung des Flugzeugbauers sollen zwar noch die restlichen der bislang bereits bestellten 767-Frachtmaschinen gebaut und ausgeliefert werden, danach solle die kommerzielle Produktion der767-Serie aber per 2027 eingestellt werden.

Auch die Auslieferung der 777X wird sich weiter verzögern. «Beim 777X-Programm werden die Herausforderungen, mit denen wir in der Entwicklung konfrontiert waren, sowie die Flugtestpause und die laufende Arbeitsunterbrechung den Zeitplan des Programms verzögern», so Boeing. Die Kunden seien informiert worden, dass die Erstauslieferung nicht vor 2026 zu erwarten sei. (TI)