Kreuzfahrten: Was macht Regent aus?

Gabriella Fonzo, Director Sales CEMEA von Regent Seven Seas Cruises, gibt im Gespräch mit TRAVEL INSIDE Einblicke in die DNA einer Luxus-Reederei.
Gabriella Fonzo, Director Sales CEMEA von Regent Seven Seas Cruises. ©RSSC

Der Anspruch ist für die Reederei klar: Regent Seven Seas Cruises bezeichnet sich ohne Wenn und Aber als ‘die führende Ultra-Luxusreederei’. Punkt. Auf was stützt sich diese stolze Aussage konkret, Frau Fonzo? 

«Ein erstes wichtiges Element ist unsere Erfahrung: Wir sind seit über 30 Jahren erfolgreich im Luxus-Bereich tätig und kennen uns aus», sagt die Director Sales CEMEA. Die Wurzeln von Regent Seven Seas Cruises bildete einst Radisson Seven Seas Cruises, seit 2014 ist die Reederei Teil der Norwegian Cruise Line Holdings. 

Ein weiterer tragender Aspekt ist das umfassendste All-Inclusive-Angebot im Markt, das alle Restaurants, Getränke, die Minibar, Wifi, ein Wäscheservice, die Service-Charges sowie auch eine unbegrenzte Zahl einmaliger und sorgfältig kuratierter Landausflüge umfasst», führt Gabriella Fonzo weiter aus. 

Ebenso tragend für Regent Seven Seas Cruises ist die hochkarätige Gourmet-Küche in allen Restaurants und der hochpersonalisierte, persönliche Service.
Fonzo: «Unsere Gäste müssen sich um absolut nichts kümmern, es wird ihnen alles geboten und alles ist inbegriffen». 

Neu bietet Regent Seven Seas nebst dem All-Inclusive-Tarif einen Ultimate All-Inclusive Tarif an. «All-inclusive deckt alles an Bord ab, während Ultimate All-inclusive zusätzlich auch Hin- und Rückflug, Transfers zwischen Airport und Hafen und ein Guthaben für einen Blacklane Chauffeurservice beinhaltet», erklärt Fonzo. 

Die Flotte wächst weiter
Seven Seas Prestige (Rendering). ©RSSC

Dass auch die «Hardware», die aktuell sechs Schiffe, den höchsten Ansprüchen genügen, versteht sich von selbst. Auf die Seven Seas Navigator (496 Pax), Voyager (698 Pax) und Mariner (700 Pax) folgten in den letzten Jahren die 56’000-BRZ Neubauten Seven Seas Explorer, Splendor und Grandeur (je 746 Pax).

«Weitläufige, luxuriöse Suiten mit Balkon und allem Komfort, darunter die Regent Suite als grösste Suite auf See, sehr grosszügige Platzverhältnisse und ein zeitlos elegantes, hochwertiges Interieur sind nur einige Elemente der ultimativen Bord-Erfahrung von Regent Seven Seas», sagt Gabriella Fonzo. 

Bereits 2026 stösst die erste Einheit einer neuen Bauserie zur Flotte, die Seven Seas Prestige. Sie wird mit 76’550 BRZ und auf 850 Passagiere ausgelegt etwas grösser ausfallen wird als die bisherigen Schiffe. 2029 läuft ein Schwesterschiff vom Stapel. 

«Genaue Details wurden noch nicht kommuniziert, aber man darf neue Suiten-Kategorien oder neue Dining-Erfahrungen erwarten», sagt Gonzo. Offen ist auch noch, ob die Neubauten LNG (Flüssigerdgas) nutzen werden oder wie die anderen Schiffe mit schwefelarmem Marinediesel und Drop-in-Biofuel unterwegs sein wird.

«LNG ist für unsere Schiffe ein schwieriges Thema, denn wir sind weltweit auch in entlegenen Regionen unterwegs, wo Flüssigerdgas gar nicht verfügbar ist», hält die Sales-Direktorin zum Thema fest. 

Die weltweite Routenvielfalt
Aston Martin-Cruise. ©RSSC

Nicht zuletzt rückt Fonzo die weltweite Routenvielfalt mit mehr als 550 Reisezielen in den Fokus – eine ausgesprochene Stärke von Regent Seven Seas Cruises. Erst kürzlich wurde die Kollektion 2026/27 veröffentlicht, die mit 173 Abfahrten und Routen zwischen sieben Tagen und sieben Wochen aufwartet.

«Wir prüfen laufend, was die Gäste wünschen und entdecken möchten», sagt Fonzo zur Routenplanung. «Daraus resultieren einerseits stets wieder nachgefragte Routen wie etwa unsere Roundtrips in Japan oder die beliebten Angebote in Island, Alaska und Nordeuropa».

«Andererseits entwickeln wir stets neue Routen: So laufen wir 2026/27 erstmals 16 neue Häfen an, legen acht neue Immersive Overnight-Kreuzfahrten auf und nebst einer 140-Nächte Weltreise sind vier neue, längere Grand Voyages im Programm», sagt Gabriella Fonzo. 

Während in Europa eher kürzere Reisen aufgelegt werden, sind Kreuzfahrten in fernen Destinationen tendenziell länger. «Wenn man schon eine lange Fluganreise unternimmt, dann macht eine längere Seereise auch aus ökologischen Gründen Sinn», sagt Fonzo. 

Auch spezielle thematische Reisen zeichnen Regent Seven Seas Cruises aus, so etwa in Zusammenarbeit mit dem Partner Global Hotel Alliance. Fonzo: «Hier sind vor oder nach der Kreuzfahrt in tollen Destinationen einige Nächte in den luxuriösen Hotels dieser Allianz möglich.».

Ein anderes Beispiel ist etwa die Verknüpfung der Alaska-Kreuzfahrt mit einer beeindruckenden Bahnreise des Rocky Mountaineers von Banff nach Vancouver. «Neu gibt es im nächsten Sommer zudem eine Golf-Reise mit Annika Sörenstam oder eine Mittelmeer-Formel 1-Reise mit Aston Martin», ergänzt Gabriella Fonzo. 

Wichtiger Markt Schweiz
Regent Suite. ©RSSC

Nach den schwierigen Corona-Jahren 2020/21 und dem Comeback-Jahr 2022 ist auch Regent Seven Seas Cruises wieder auf Wachstumskurs. «Wir haben im letzten Jahr wieder die Zahlen des Vor-Corona-Jahres 2019 erreicht. Das Nachhol-Bedürfnis im Luxus-Segment ist gross», erläutert Gabriella Fonzo. 

Regent Seven Seas Cruises ist ein internationales Produkt, wobei die USA den Hauptmarkt bildet. «Danach folgen Grossbritannien und erfreulicherweise Kontinental-Europa», sagt Fonzo. In welchen Märkten am häufigsten die einmalige Regent Suite ab 11’000 Dollar die Nacht gebucht wird, will Fonzo nicht verraten. 

«Die Nachfrage in der Schweiz wächst, der Markt ist für uns wichtig und dies freut mich persönlich ganz besonders. Die Schweizer Gäste sind Luxus-orientiert, sehr international eingestellt und Destinations-bezogen: Sie suchen ganz spezielle Routen und finden diese bei uns», sagt Gabriella Fonzo abschliessend. 

Beat Eichenberger