Sabre Vacations wächst um neue Funktionen und Veranstalter

Die Weiterentwicklung der Buchungsplattform Sabre Vacations hat für Stephan Braun Priorität.
Stephan Braun ©Sabre

Sabre sieht sich ein Jahr nach dem Start der Buchungsplattform Sabre Vacations bei den touristischen Anbietern bereits in einer starken Position.

Stephan Braun ist als Deutschland-Chef bei Sabre erst seit Anfang März im Amt, zum Start ging es gleich zur ITB nach Berlin. Erstmals erlebte er die Messe nun auf der Seite der IT-Unternehmen, in der Vergangenheit war er dort für Veranstalter, darunter FTI und Explorer, unterwegs.

Doch auch wenn er erst wenige Tage im Amt ist, ist das Ziel klar: Der Ausbau von Sabre Vacations mit weiteren Veranstaltungen und Anwendungen. «Wir befinden uns hier in einer guten Position, die Plattform läuft stabil und die Zahl von Nutzern und Anbietern wächst.

Die Akzeptanz der Büros an Innovationen ist gross. Und wir bauen immer weiter und werden nie fertig sein. Es ist ein ständig fortlaufender Prozess», beschreibt er die Situation. Es gehe immer darum, Anbietern und Reisebüros alle Facetten des Programms zu präsentieren und sie zu schulen.

Komplette Datensätze für Buchungen verfügbar

Sabre Vacations basiert auf der Player-Hub-Technologie, Grundlage ist Peakwork Set, das vergangenes Jahr komplett in Sabre Vacations integriert wurde. «Wir verfügen über alle erforderlichen Daten, können für die Hotels alle Raumtypen und für die Airlines alle Flugzeiten darstellen. Die Reisebüros können ihre Favoritenhotels einstellen. Eine Funktion, die tausendfach genutzt wird, wie wir im Kundenfeedback gesehen haben.»

Nach der Auswertung des Feedbacks werde eine Priorisierung der Themen vorgenommen. Daneben gehe es auch um die Aufnahme weiterer Veranstalter, Hotels und Fluglinien. Der Ausbau des Veranstalterportfolios aus Deutschland und der Schweiz geht kontinuierlich weiter.

In der Schweiz befinde sich Sabre aber wegen des hohen Marktanteils von Travelport in einer besonderen Position. In Zukunft können die Reisebüros ein neues interaktives Kartenmodul einsetzen, um sich über die Standorte der Hotels und die Entfernungen zwischen Hotels, Sehenswürdigkeiten und Flughäfen zu informieren. «Es wird für die Reisebüros dieses Jahr in Vacations weitere neue Funktionen geben.»

NDC-Inhalte von 34 Airlines verfügbar

Auch auf der GDS-Seite sieht Braun Sabre für die Zukunft gut aufgestellt. «Wir können hier agil agieren und hatten global ein sehr starkes Jahr. Bei uns sind 34 Airlines mit ihren NDC-Inhalten angeschlossen, erst kürzlich haben wir alle Fluggesellschaften der Lufthansa Group integriert.»

Die NDC-Anteile gingen weiter nach oben, die Airlines bauten immer wieder Nebenprodukte ein. Sie böten den Kunden zusätzlichen Content, sie merkten aber nicht, ob die Daten von NDC oder über das alte Format kämen.

«Der Wert des GDS ist, dass es den Content standardisiert und harmonisiert. Wichtig ist eine Normalisierung der Abläufe. Die Airlines wollen die GDS als Zwischenphase, denn wir bieten ihnen die entscheidende Hilfe im Reisebürogeschäft.»

Wolfram Marx, Berlin