
Das strahlende Lächeln auf dem Flugfeld des Habib Burguiba International Airport war nicht zu übersehen. Mélanie Lefebvre, General Manager des Flugplatzbetreibers TAV Tunisie, empfing die Gästeschar aus der Schweiz mit augenscheinlichem Enthusiasmus.
Nicht weiter erstaunlich, landete mit Helvetic Airways erstmals seit 2018 wieder eine Maschine mit dem Schweizer Kreuz auf dem Flughafen unweit der tunesischen Meeresküste. Für die Airport-Managerin ein eigentlicher Glückstag. «Für uns ist es sehr wichtig, wieder eine ‘Luftbrücke’ zwischen der Schweiz und Monastir sicherzustellen».
Global werden in diesem Jahr 1,8 Millionen Ankünfte anvisiert und damit mittelfristig wieder frühere Rekordzahlen ins Auge gefasst. Um den Aufwärtstrend zu bestätigen, sind weitere Direktverbindungen aus Europa geplant. Für einmal haben die Schweizer Reiseprofis jedoch die verstärkte Nachfrage nach Ferien in Tunesien rechtzeitig antizipiert und das Angebot zukunftsgerichtet erweitert.
Schweizer Pioniertat
Im gleissenden Licht der Küstenstadt dürfen sich aber auch drei hierzulande bestens bekannte Leistungsträger freuen: Hotelplan, TUI Suisse und Helvetic Airways. Sie haben gemeinsam mit dem Flughafen Bern-Belp das neue Flugangebot auf den Markt gebracht.
Tobias Pogorevc, CEO Helvetic Airways, setzt grosse Hoffnungen auf die direkte Verbindung: «Wir rechnen mit 40’000 Flugpassagieren und haben entsprechend eine Embraer-Maschine fix in Belp stationiert.»
Auch Nicole Pfammatter, CEO Hotelplan Suisse, zeigt sich ausgesprochen optimistisch: «Tunesien bietet in diesem Ferienjahr ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Wir verzeichnen eine hohe Nachfrage. Zusätzlich zu den bestehenden Verbindungen ab Zürich, Basel und Genf bietet sich mit dem neuen Angebot eine weitere, unkomplizierte Möglichkeit, die Strände des tunesischen Festlandes zu erreichen.» Bei Hotelplan heissen über 50 Hotels Herr und Frau Schweizer willkommen.
Nicht erstaunlich, auch Erich Mühlemann, Director Distribution TUI Suisse, gibt sich ausgesprochen zuversichtlich. «Die neue Verbindung nach Monastir ist für uns ein wichtiger Meilenstein. Seit 3 Jahren bauen wir das Flugangebot ab Bern sukzessive aus. Wir glauben an den Standort und haben in diesem Jahr 7 Destinationen in unserer vielfältigen Produktpalette.» Für Mühlemann hat Bern aber auch eine emotionale Komponente: «Ich habe einige Jahre ganz in der Nähe des Flughafens gelebt».
Den Erstflug an die nordafrikanische Badeküste sichtlich geniessen konnte auch Gabriela Turtschi-Grossniklaus, Head of Marketing des Flughafens Bern. «Für uns hat die Feriensaison so richtig begonnen. Gestern der erste Charterflug, heute die neue Flugverbindung, wir freuen uns riesig.»
Bleibt zu erwähnen, dass in diesem Jahr ab Bern insgesamt 14 Destinationen angeflogen werden, dazu gehören 4 neue Ferienziele. Den Optimismus der Protagonisten zu bestätigen scheint der Eröffnungsflug alleweil. Bis auf ein, zwei freie Sitzplätze war die Helvetic Airways Maschine restlos ausgebucht.
Silvio Weilenmann, Monastir
