
In Kanada loern seit mehreren Tagen zahlreiche Waldbrände – viele der Feuer sind ausser Kontrolle geraten. Besonders schlimm breiten sie sich in der nördlichen Provinz Manitoba aus. Bereits am Mittwoch hatten die Behörden dort den Notstand verhängt. In der Provinz, die an die USA grenzt, mussten bereits 17’000 Einwohner ihre Siedlungen verlassen, viele davon kamen in der Hauptstadt Winnipeg unter.
Die Provinz Manitoba ist bei Touristen vor allem für die Natur und Tierbeobachtungen bekannt. ‘Travel Manitoba’ warnt derweil, dass die Waldbrandsituation die Reisepläne erheblich beeinflussen und touristische Einrichtungen sowie Geschäfte vorübergehend geschlossen sein können.
Notstand jetzt auch in Saskatchewan
Die Behgörden der an Manitoba grenzenden Provinz Saskatchewan haben nun ebenfalls den Notstand ausgerufen, rund 8000 Einwohner mussten umgesiedelt werden. Auch die Einwohner in den westlichsten Provinzen Alberta und British Columbia wurden mittlerweile aufgefordert, sich aus den betroffenen Gebieten in Sicherheit zu bringen. Einzelne Brände gab es auch in der im mittleren Osten gelegenen Provinz Ontario.
Schlechte Luftqualität
Gemäss den Behörden befeuern anhaltende Trockenheit und ungünstige Winde die Brände weiter. Regen sei derweil nicht in Sicht. Aufgrund des Rauches herrsche derweil eine schlechte Luftqualität, welche auch die Grenze zu den USA erreicht hat: Laut der US-Umweltschutzbehörde wurden am Sonntag in einigen Teilen der USA ungesunde Luftqualitätswerte gemessen.
Waldbrände in Kanada sind während der Sommermonate keine Seltenheit: Von Mai bis September kommt es hier regelmässig zu Bränden – aufgrund der Trockenheit ist die Lage aktuell aber besonders angespannt. (TI)
