Arosa Bergbahnen feiern bestes Geschäftsjahr ihrer Geschichte

Das Bergbahnunternehmen erzielte einem Umsatz von CHF 36,224 Mio.
©Arosa Bergbahnen AG

Die Arosa Bergbahnen haben nach einer schneereichen Wintersaison und im Jubiläumsjahr der Skigebietsverbindung Arosa Lenzerheide Grund zur Freude. Sie blicken zurück auf das beste Geschäftsjahr ihrer Geschichte. Am 26. Oktober 2024 fand die ordentliche Generalversammlung des Unternehmens statt.

Die Winterersteintritte in Arosa Lenzerheide von 1,403 Mio. legten gegenüber dem Vorjahr um 9,3% zu. Das Bergbahnunternehmen erzielte mit einem Umsatz von CHF 36,224 Mio. eine herausragende Gesamtleistung, so die Arosa Bergbahnen. Dazu steuerte der Verkehrsertrag (Sommer und Winter) CHF 22,574 Mio. bei und die Berggastronomie-Betriebe konnten zusammen mit der Beherbergung mit CHF 11,363 Mio. ebenso einen neuen Höchstwert vermelden.

Der Jahresgewinn beläuft sich auf CHF 1,970 Mio. Auch das EBITDA erreichte im vergangenen Geschäftsjahr mit CHF 13,487 Mio. einen Spitzenwert. Die EBITDA-Marge von 37,2% sei ein ausgezeichneter Wert, so die Arosa Bergbahnen. Die Eigenkapitalquote liegt bei 44%.

«Das erfreuliche Resultat stimmt mich optimistisch für die Zukunft. Wir sind nach zehn Jahren Skigebietsverbindung Arosa Lenzerheide sehr gut aufgestellt. Eine gesunde und stabile Finanzlage ist auch nötig, denn mit der Gebietsentwicklung am Hörnli steht die grösste Investition, die das Bergbahnunternehmen stemmen muss, erst noch bevor», begann Lorenzo Schmid, Präsident des Verwaltungsrates, seine Rede an der ordentlichen Generalversammlung.

Der Verwaltungsrat habe sich dafür entschieden, die 40 Jahre alte 6er-Gondelbahn am Hörnli durch eine 10er-Gondelbahn auf gleichem Trassee zu ersetzen, erklärte Schmid. Gleichzeitig werde die 4er-Sesselbahn am Hörnli durch eine moderne 6er-Sesselbahn ersetzt. Diese Bahnanlage wird parallel zur Gondelbahn geführt und mit einer tiefer gelegenen Talstation verlängert. Die Projektrealisierung ist auf 2026 (Vorbereitung) und 2027 (Bau) vorgesehen.

«Die Kostenschätzung geht von Investitionen für die beiden Bahnanlagen von CHF 40 Mio. aus. Hinzu kommen weitere Investitionen für Pistenkorrekturen und die technische Beschneiung von CHF 15 Mio. Im Endausbau investieren die Arosa Bergbahnen also CHF 55 Mio. in diesen schneesicheren Gebietsteil, der auch im Sommer für Biker und Wanderer sehr beliebt ist», sagte der Verwaltungsratspräsident zu den Aktionärinnen und Aktionären.

Dividende

Der Verwaltungsrat des Bergbahnunternehmens führt nach diesem Geschäftsjahr die Dividendenausschüttung der vergangenen Jahre fort und beantragte der Generalversammlung eine Ausschüttung von CHF 4.00 pro Aktie (total CHF 625’000). Die Aktionäre folgten dem Antrag mit geschlossener Zustimmung.

Geldsegen für die öffentliche Hand

Vom Geschäftsergebnis der Arosa Bergbahnen AG profitiere direkt auch die öffentliche Hand mit Beiträgen von insgesamt CHF 782’000, so das Unternehmen. Die Steuerleistungen an Bund und Kanton belaufen sich auf CHF 312’000. Die direkten Abgaben des Bergbahnunternehmens an die Gemeinde von CHF 470’000 teilen sich auf in CHF 162’000 an Gewinn- und Kapitalsteuer, CHF 63’000 an Liegenschaften Steuer, CHF 125’000 an Baurechtszinsen im Skigebiet sowie CHF 120’000 an Dividendenausschüttung. Die Gemeinde ist mit 19,1% die grösste Einzelaktionärin.

Leistungsentwicklung am Berg

Im Ausblick auf das angelaufene Geschäftsjahr 2024/2025 informierte Geschäftsführer Philipp Holenstein über die neuen Projekte am Berg in der Höhe von rund CHF 8 Mio.

«CHF 1,7 Mio. gehen in die neue Steuerung mit Antrieb der Sesselbahn Carmenna, die im letzten Winter 900’000 Gäste beförderte. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Investitonen in die Erneuerung der Beschneiungsanlagen mit Pistenkorrekturen und sechs Sprengmasten im Gebiet Hörnli im Betrag von CHF 2,7 Mio.», sagt Philipp Holenstein.

Die Bauarbeiten kämen planmässig voran, so dass allen Projekte Anfang Oktober abgeschlossen sein werden, fügte Holenstein an. Weiter investiere das Bergbahnunternehmen CHF 1,0 Mio in die Beschaffung von zwei neuen Pistenfahrzeugen sowie TCHF 170 in Photovoltaik-Anlagen auf eigenen Liegenschaften und Bahnstationen, führte Holenstein aus.

Verabschiedung von Verwaltungsrat Peter Bircher

Seit 2017 ist Verwaltungsrat Peter Bircher als Vertreter der Gemeinde Arosa im Gremium vertreten. Das langjährige Mitglied des Gemeindevorstandes trat zu den Gemeindewahlen 2025 – 2028 nicht mehr an und scheidet Ende Jahr aus. (MICE-tip)