Attentat in Male

Touristen betroffen. Reisehinweise unverändert.

Am Samstag explodierte beim Eingang des Sultan Park in Male (Malediven) ein selbstgebauter, mit Nägeln versetzter Sprengsatz und verletzte zwölf Touristen – zwei Briten, zwei Japaner und acht Chinesen. Die Touristen befanden sich auf einem Tagesausflug in der maledivischen Hauptstadt; der Sultan Park ist eine der dortigen, oft besuchten Sehenswürdigkeiten.

Es handelt sich um den ersten je registrierten Anschlag mit terroristischem Hintergrund auf den Malediven. Zwar wurden eindeutig Touristen ins Visier genommen, doch dürfte man versuchen, dem Tourismus zu schaden, um den (umstrittenen) Ministerpräsidenten Maumoon Abdul Gayoom loszuwerden. Rund 600’000 Touristen besuchen jährlich das Land mit seinen rund 300’000 Einwohnern.

Das EDA riet schon vor dem Anschlag folgendes: «In der Hauptstadt Malé und auf nicht touristischen Inseln im Süden ist es wiederholt zu Kundgebungen mit Ausschreitungen gekommen. Meiden Sie Demonstrationen und grössere Menschenansammlungen jeder Art.» Auf den Touristen-Inseln ist nichts zu befürchten.