Austrian-Aktionäre für Kapitalerhöhung

An der Hauptversammlung von gestern Mittwoch wurde AUA-Chef Alfred Ötsch mehrmals zum Rücktritt aufgefordert.

Die Turbulenzen um den zuerst angekündigten, danach zurückgezogenen und nachher doch wieder in Frage gestellten Einstieg des saudischen Investors Scheich Mohamed Bin Issa Al Jaber bei der Austrian Airlines (AUA) war an der Hauptversammlung das grosse Thema. Die vertretenen Aktionäre haben laut «ORF online» mit 99,4% klar einer Kapitalerhöhung zugestimmt. Somit wäre der Einstieg von Al Jaber grundsätzlich möglich. Ob es soweit kommt, ist jedoch weiterhin unklar.

Mit einer ähnlich hohen Mehrheit (99,6%) wurde der von Al Jaber nominierte Klaus Edelhauser anstelle von Herbert Koch in den AUA-Aufsichtsrat gewählt – allerdings nur unter der Bedingung, dass sich Al Jaber auch tatsächlich mit den angekündigten 150 Mio. Euro bei AUA beteiligt.

Unter grossem Beschuss war an der Hauptversammlung AUA-Chef Alfred Ötsch. Es hagelte an Kritik am Vorstand und Aufsichtsrat, und Ötsch wurde wiederholt zum Rücktritt aufgefordert. Massive Kritik setzte es gestern auch vom Flugunternehmer Niki Lauda in den österreichischen Medien ab: «Es kann doch nicht sein, dass der Scheich Al Jaber die letzte Rettung ist. Das ist keine Strategie.» Lauda fordert eine Zusammenarbeit mit einer anderen Fluggesellschaft, damit die AUA aus den roten Zahlen kommt.