Infolge der Unruhen, welche Kenia nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen vom 27. Dezember 2007 durchlebt, hat das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) seine Reisehinweise gestern angepasst. Bis zur Klärung der Lage wird von Touristen- und anderen nicht dringenden Reisen nach Kenia abgeraten. Aufgrund der angekündigten Massendemonstrationen, der zunehmenden Gewaltspirale in Städten und steigender Kriminalität als „Begleiterscheinung“ ist die weitere Entwicklung der Lage ungewiss.
In den Touristenorten soll die Lage ruhig aber angespannt sein. Maya Furrer, früher USA-PM bei Hotelplan und inzwischen an der Küste Kenias wohnhaft, meldet von dort: „Die Touristenorte an der Küste sind sicher. Natürlich kam es auch hier in den letzten Tagen zu einigen Einschränkungen, jedoch ist hier alles sicher. Das Hauptproblem für uns an der Südküste von Mombasa war in den der letzten Tagen, dass Benzin teils ausverkauft war und auch Nahrungsmittel wie frisches Gemüse etc. von den Lieferanten nicht geliefert werden konnten. Somit waren bei uns bereits am 31.12 teils Sodas ausverkauft und gestern hatten wir für einige Zeit auch kein Brot und keine Milch mehr im Hotel. Die Situation hat sich nun aber wieder gebessert und wir werden wieder von Lieferanten versorgt. Hauptsorge der Hoteliers ist nun die weitere Zukunft des Tourismus hier in Kenia, und wie sich die Situation in den nächsten Tagen entwickeln wird."
Kenia hatte nach den Attentaten in Mombasa und Nairobi 2002 bereits einen Einbruch des Tourismus erlebt, von dem es sich sehr gut erholt hatte.
