Der US-Senat hat einem Gesetzesentwurf zugestimmt, wonach die staatliche National Railroad Passenger Corporation, welche unter der Marke Amtrak Zugdienste durch die USA anbietet, in den nächsten sechs Jahren 11 Mia. Dollar Unterstützungsgelder erhalten wird. Das ist deutlich mehr Geld, als Amtrak in den letzten Jahren zugestanden wurde.
Die fast ausschliesslich in Staatsbesitz befindliche Amtrak verfügt zwar international über kein besonders gutes Image und wenige Züge europäischen Standards, beförderte aber 2006 24,3 Mio. Passagiere und rechnet für 2007 mit über 25 Mio. Passagieren.
Die staatliche Unterstützung der Bahn ist in den USA ein heisses Eisen. Airlines wehren sich gegen die staatlichen Zahlungen an die Bahn – allerdings gibt es nicht viel zu reklamieren, da die Zuschüsse in den letzten Jahren die finanziellen Bedürfnisse von Amtrak bei weitem nicht deckten, was allerdings weitere Kritiker auf den Plan rief, welche die „Geldvernichtungsmaschine Amtrak“ anprangerten. 2004 wurden die Zuschüsse an Kostenoptimierungsprogramme geknüpft; in diversen Staaten stopften die lokalen Behörden die finanziellen Löcher, um Zugverbindungen zu erhalten.
Nun scheint es, als ob die US-Behörden den Nutzen und die Umweltfreundlichkeit der Bahn doch zu schätzen beginnen.
