Trotz steigendem Ölpreis rechnet die International Air Transport Association (IATA) für die weltweit operierenden Fluggesellschaften mit einem Nettogewinn von umgerechnet 6,6 Mia. Franken. Der steigende Ölpreis werde von der erhöhten Passagiernachfrage mehr als übertroffen. Dennoch dürfte schon ab 2008 der Kerosinpreis sowie der Aufruhr im Kreditgeschäft den Fluggesellschaften wieder Probleme bereiten, wie Giovanni Bisignani, der CEO der IATA, bekannt gibt.
Grosse Unterschiede sind laut IATA in den verschiedenen Regionen zu verzeichnen. Während asiatische Airlines ihre Kapazität um 42% steigern konnten, erhöhte sich der Ladefaktor um lediglich 2%. Nordamerikanische Fluggesellschaften konnten ihre Kapazität um 11% steigern, den Ladefaktor um 6%. Europäische Fluggesellschaften erweiterten ihre Kapazität um 29%, der Ladefaktor stieg dabei um 5 Prozentpunkte. Dabei profitierte der europäische Markt gemäss IATA vom aufstrebenden Langstreckenverkehr.
Weiter streicht die IATA die Kostenersparnis durch e-Ticketing hervor: „Wenn bis im Juni 2008 alle Flugscheine per e-Ticketing ausgestellt werden, wird das einer Ersparnis von umgerechnet 3,5 Mia. Franken gleichkommen“, gibt Bisignani bekannt. Dennoch gibt der Schuldenberg von umgerechnet 237 Mia. Franken, der auf den Airlines lastet, dem CEO zu denken: „Die zivile Luftfahrt bleibt eine fragile Industrie“.
Ein weiteres Projekt ist der Umweltschutz. Bisignani: „Unsere Umwelt wird durch den Flugverkehr mit 73 Millionen Tonnen CO2 belastet. Dies muss sich bald ändern.“
