Rohölpreis steigt und steigt

Vorgestern überstieg der Preis für ein Barrel Rohöl erstmals die „psychologische Barriere“ von 100 US-Dollar.

Am Mittwoch war der Preis für das Barrel der Sorte Light Sweet Crude mit Lieferdatum Februar zwischenzeitlich auf genau 100 Dollar gestiegen, bevor er auf einem Rekordhoch von 99,62 Dollar schloss. Auch das Nordseeöl der Sorte Brent stieg mit 97,74 Dollar auf vorher nie erreichte Höhen.

Spekulationen, Hysterie um sich weltweit verknappende Ölreserven, die hohe winterliche Nachfrage und politische Probleme in Erzeugerländern (z.B. Nigeria) haben laut den Medien für dieses Rekordhoch gesorgt. Und eine Abnahme der Preise ist eher unwahrscheinlich – vielmehr wird schon über mittelfristige Preise von 150 bis und mit 200 Dollar spekuliert. Eine nachhaltige Entspannung des Preises ist jedenfalls nicht zu erwarten. Der fallende Dollarkurs treibt den Preis zusätzlich nach oben, da Rohöl weltweit in der amerikanischen Währung notiert wird.

Was das für die Reisebranche bedeutet, ist bekannt: Die „Fuel Surcharges“ der Transportunternehmen steigen weiter an, was die Preise allgemein erhöht und somit die Kauflust einschränken könnte. Sicher ist auch, dass einschneidende Änderungen folgen werden: Bei der Art der Mobilität, dem „ökologischen Angebot“ von Reiseveranstaltern, und dem Beförderungspreis allgemein.