Laut einer Studie der Hogg Robinson Group (HRG) lässt sich das Wirtschaftswachstum einer Region an den steigenden Hotelpreisen in Städten wie Moskau, Mumbai und Rio de Janeiro ablesen. Moskau – seit drei Jahren in Folge die teuerste Destination weltweit – hat die durchschnittlichen Hotelpreise seit 2004 um imposante 93 % erhöht. HRG Managing Director für Zentraleuropa Beat Bürer sagt dazu: «Reisende sollten in Moskau dieses Jahr mit einem weiteren Anstieg der Preise rechnen, da die hohen Kosten und die knappen Grundstückskapazitäten zu weiteren Preissteigerungen führen.»
Indien zeigt weiterhin Wachstumspotential: Aufgrund der liberalen Wirtschaftspolitik, einem begrenzten Zimmerangebot und der Expansion des IT- und Banksektors, sind die Hotelpreise im indischen Wirtschaftszentrum Mumbai um 37 % gestiegen. Es handelt sich dabei um den weltweit höchsten Preisanstieg in 2007. Im Ranking der teuersten Hotelstädte stieg die Stadt deshalb von Position 28 (2006) auf Rang sieben. «Vor allem im Luxussegment steigen die Preise immer weiter, wenn das Angebot begrenzt ist», so Bürer.
Am schnellsten gestiegen sind die Zimmerpreise 2007 in Brasilien (15.8 %). Rio de Janeiro konnte mit einem Preisanstieg von 28 % dank seiner Popularität als internationale Konferenzstadt sowie der panamerikanischen Spiele im Juli die Preise am stärksten steigern. Dubai ist vom siebten auf den vierten Platz geklettert, Paris hat ein konstantes Wachstum von 8 % vorzuweisen (dritter Platz), während New York trotz des schwachen Dollars und der angeschlagenen Konjunktur seine Position als zweitteuerste Stadt weltweit behaupten konnte. «Ob New York 2008 auch weiterhin den zweiten Platz verteidigen wird, bleibt abzuwarten und wird stark von der wirtschaftlichen Entwicklung in den USA abhängen», fährt Bürer fort.
Top Ten der teuersten Städte 2007:
1. (1.) Moskau
2. (2.) New York City
3. (4.) Paris
4. (7.) Dubai
5. (6.) Mailand
6. (9.) Stockholm
7. (28.) Mumbai
8. (3.) Bangalore
9. (5.) Hongkong
10. (8.) London
