Die «Erklärung von Kreta» wurde in ihrer Urform in Davos formuliert. Gestern stand die Bündner Bergstadt wiederum Pate für eine Umweltdeklaration: Bei der 2. International Conference on Climate Change and Tourism in Davos hatte das Ziel gelautet, die Tourismusbranche auf ökologische Herausforderungen aufmerksam zu machen und diesbezügliche Entwicklungsziele zu formulieren. Organisiert hatte die Konferenz die UNWTO gemeinsam mit dem United Nations Environment Programme (UNEP), der World Meteorological Organization (WMO) und dem World Economic Forum (WEF).
Die «Davos Declaration» bietet allerdings wenig Konkretes. Eigentlich wurden nur strategische Ziele definiert. Es geht darum,
- Den Treibhauseffekt durch die Reduktion des Ausstosses diverser schädlicher Gase zu reduzieren – dies betrifft vor allem die Transport- und Hotellerie-Unternehmen
- Die Tourismusinfrastrukturen den sich verändernden klimatischen Bedingungen anzupassen
- Neuste Technologien anzuwenden, um die ökologische Effizienz zu steigern
- Klimatische Faktoren in die Planung neuer touristischer Infrastrukturen und Masterpläne einzubeziehen
- Ärmeren Regionen und Ländern finanziell unter die Arme zu greifen, damit auch dort ökologische Massnahmen getroffen werden
Die «Davos Declaration» ist noch nicht bindend, sondern gilt als Grundlage für weitere Beratungen – etwa am UNWTO Minister’s Summit on Tourism and Climate Change (13. November, während dem WTO in London) und an der UNWTO Generalversammlung in Cartagena (Kolumbien, 23.-29. November 2007).
