Die Regierung Grossbritanniens will per November 2009 die «Air Passenger Duty» (APD**) mit einer neuen Taxe ersetzen, welche sich an der Anzahl Flüge orientiert. Laut Kanzler Alistair Darling sollen die Airlines damit mehr in die Pflicht in Sachen Emmissionskontrolle genommen werden. Konkret: Die Taxe wird sich nach dem CO2-Ausstoss und nicht der Anzahl beförderter Personen orientieren.
Mehrere Fluggesellschaften begrüssen diesen Entscheid, weil nun Flugzeugtypen und geflogene Distanzen, also der reelle Ausstoss, bei der Besteuerung berücksichtigt werden – anstelle einer personenabhängigen Pauschalbesteuerung. Andere Airlines wie Ryanair bekämpfen die Steuer, weil die Verwendung des damit eingezogenen Geldes unklar sei und nicht nachvollzogen werden könne, ob damit tatsächlich Umweltbemühungen von staatlicher Seite finanziert werden.
**) Die APD ist eine Verbrauchssteuer, welche bei Flügen ab Grossbritannien erhoben wird und sich an der Anzahl Passagiere orientiert. Im Februar 2007 wurde die APD-Gebühr von 10 auf 20 Pfund (rund CHF 45) pro Person verdoppelt.
